merken

Tipps für eine längere Akku-Ausdauer

Akkus von Smartphones: auf die Dauer hilft nur Power!

© Bildquelle: web_estable / ES

Moderne Smartphones sind im Vergleich zu den einfachen Handys früherer Tage wahre Stromfresser. Allerdings bieten Sie auch wesentlich mehr Komfort, so dass die meisten Menschen auf Dauer einfach nicht auf sie verzichten können. In erster Linie gilt es, Strom zu sparen. Eine gute Pflege des Akkus kann darüber hinaus dazu beitragen, die Laufzeit nach einem Ladezyklus, aber auch die Lebensdauer zu verlängern. Bei vielen Smartphones sind Akkus fest verbaut, so dass es dem Laien in der Regel nicht möglich ist, diese selber zu wechseln. Hinzu kommt, dass für die gängigen Lithium-Ionen-Akkus Rohstoffe benötigt werden, deren Abbau zu nachhaltigen Umweltschäden führt. Insofern ist es in vielerlei Hinsicht von Vorteil, wenn die Dauer bis zum nächsten Wechsel des Akkus oder Kauf eines Handys verlängert werden kann. 

Stromverbrauch reduzieren

Es gibt einfache Tricks, den Stromverbrauch des Smartphones zu senken. Wenn Funktionen wie GPS nicht benötigt werden, sollten sie abgeschaltet werden. Beim Aufbau von Verbindungen ist WLAN genügsamer als das mobile Internet. Auch die Einstellungen bei den Abruf-Intervallen von E-Mails ermöglichen es, den Stromspeicher zu schonen. Ähnliches gilt für Facebook Messenger und zahlreiche weitere Apps. Die Bildschirme der Geräte sind oft weitere Stromfresser. Die Einstellung der Helligkeit ist hier ein weiterer Ansatz Energie einzusparen. Bei den von Samsung verwendeten OLED-Bildschirmen hilft es, auf den Darkmode umzustellen. Für den schwarzen Hintergrund wird dort praktisch kein Strom gebraucht. Die auf Sensoren basierende automatische Einstellung ist oft unnötig hell, lässt sich aber manuell auf dunklere Werte justieren. Bei den LCD Screens aus dem Hause Apple ergibt sich dadurch keine Einsparung. 

Extreme Temperaturen und Beschädigungen am Akku vermeiden

Dass die Stromspeicher auf Dauer in ihrer Leistungsfähigkeit nachlassen ist normal, jedoch hilft es, ein paar Dinge zu beachten. Akkus von Smartphones verschleißen deutlich schneller, wenn sie Kälte oder Hitze ausgesetzt sind. Temperaturen unter 0 sowie über 45 Grad Celsius über längere Dauer sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Bei Apple lautet die Obergrenze offiziell 35 Grad Celsius. Die besten Leistungen werden bei 20 Grad Celsius erzielt. Es ist als keine gute Idee das Smartphone in der Sonne liegen zu lassen. Bei Minusgraden bringt es Vorteile, das Handy in die Hosentasche zu stecken und zum Telefonieren ein Headset zu gebrauchen. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, das Handy inklusive Stromspeicher pfleglich zu behandeln. Schäden am Akku, haben bei Handys von Samsung schon Brände ausgelöst, wobei seinerzeit Herstellermängel vorlagen, die theoretisch aber genauso beim Fallenlassen des Gerätes auf einen harten Untergrund entstehen können. 

Akku nicht über Nacht laden

Um Alterungsprozesse nicht unnötig zu beschleunigen sollte der Akku nicht tiefentladen, aber auch nicht voll aufgeladen werden. Ideal ist es, wenn der Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent beträgt. Die Besitzer der Handys sollte es daher vermeiden, das Gerät über die Dauer der ganzen Nacht an die Ladestation zu hängen, sofern sie nicht über eine moderne Station verfügen, die rechtzeitig von selbst den Ladevorgang beendet. 

Das richtige Netzteil für das Lagen des Akkus verwenden

Billige Universal-Netzteile passen oft nicht ganz optimal in die Buchsen der Handys, so dass der Strom dann nicht richtig fließen kann. Nicht ideal ist es gleichfalls, das Smartphone über die USB-Schnittstelle des Computers zu laden. Die Dauer des Ladevorgangs ist aufgrund der geringeren Stromstärke (ca. 0,6 Ampere gegenüber 1,8 Ampere beim Netzteil) und der parallelen Übertragung von Daten wesentlich länger. Auch diese Effekte tragen zum Verschleiß des Akkus bei. Die Empfehlung der meisten Hersteller, Original-Netzteile zu benutzen, hat daher durchaus ihre Berechtigung. Sollte der Akku beim Smartphone, wie z.B. beim Apple iPhone, nicht mehr richtig funktionieren, so ist es in der Regel ratsam das defekte iPhone Akku durch ein Originalakku austauschen zu lassen.

Ersatzakkus, Powerbank und Kabel

Wer etwa im Urlaub nicht regelmäßig Zugang zu Steckdosen hat, ist darauf angewiesen, die Zeit bis zur nächsten Lademöglichkeit irgendwie zu überbrücken. Ersatzakkus oder eine Powerbank mitzuführen ist insofern eine gute Idee. Diese sollten natürlich vor Antritt der Reise ebenfalls geladen sein. Die Reserve-Stromspeicher sollten unterwegs am besten mit einer Hülle vor spitzen Gegenständen geschützt sein und ebenfalls keinen extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Die notwendigen Verbindungskabel sollten nicht zuhause vergessen werden. Beim Verpacken ist darauf zu achten, dass kein Kabelbruch entsteht, der ein optimales Laden verhindern würde. 

*Die Redaktion der Sächsischen Zeitung ist für den Inhalt des Artikels nicht verantwortlich und übernimmt für die Richtigkeit keine Haftung.