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Titans auf Weg in dritte Liga

Der Aufsteiger kassiert in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A seine 21. Niederlage. Jetzt hilft nur noch ein Wunder.

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© osnapix

Von Alexander Hiller

Für die Dresden Titans geht es wohl nur noch darum, sich anständig aus der 2. Basketball-Bundesliga Pro A zu verabschieden. Der Aufsteiger kommt einfach nicht näher an die Nichtabstiegsplätze heran.

Im Gegenteil. Trotz eines phasenweise starken Auftritts mussten sich die Sachsen am Sonnabend bei den Uni Baskets Paderborn vor 1 320 Zuschauern mit 72:82 (47:42) geschlagen geben. Die 21. Niederlage im 23. Saisonspiel. Mit lediglich vier Zählern haben die Elbestädter derzeit zehn Punkte Rückstand auf den Tabellen-14. Nürnberg, der den ersten nicht direkten Abstiegsplatz im 16er-Klassement besetzt. Bei nur noch sieben ausstehenden Punktepartien eine wahrscheinlich zu hohe Hypothek für den Klassenneuling.

Der knüpfte jedoch auch in Paderborn an die teilweise gute Vorstellung gegen Köln an, als die Gastgeber höchst unglücklich in der letzten Sekunde mit einem Punkt Unterschied verloren (71:72).

Auch da lieferten die Dresden Titans eine bravouröse erste Hälfte ab, um dann an ihrer eigenen zunehmenden Zaghaftigkeit zu zerbrechen. Nach ganz ähnlichem Muster verlief die Partie in Paderborn. Beim Tabellenelften musste Titans-Trainer Liam Flynn zwar auf den erkrankten Jusuf El Domiaty verzichten, konnte dafür aber erstmals Neuzugang Joseph Bertrand aufbieten. Die Gäste wirkten frischer – immerhin haben die Dresdner ja kaum mehr etwas zu verlieren. Während die Gastgeber nie in Führung gehen konnten, sorgte Titans-Guard RJ Price (13 Punkte) für den Schlusspunkt im ersten spektakulären Viertel (30:28). Diese Führung verteidigte das Flynn-Team auch bis zur Halbzeit (47:42).

Und die Dresdner knüpften nach der Pause an ihre Leistung an, erarbeiteten sich sogar eine Elf-Punkte-Führung (53:42). Allerdings häuften sich danach die Nachlässigkeiten der Gäste. Das brachte die Hausherren wieder zurück ins Spiel, dennoch war der Rückstand der Männer um Kapitän Walter Simon nach dem dritten Viertel (57:60) nur minimal. Im Schlussabschnitt leistete sich der Tabellenletzte zunehmend einfache Fehler – ob physisch oder psychisch bedingt, sei dahingestellt. Paderborn, mit zwei Punkten Rückstand noch in Schlagdistanz zu den Play-off-Plätzen, nutzte diese Fehler eiskalt aus. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und Paderborn über weite Strecken kontrolliert. Jedoch sind wir mit dem erhöhten Druck nicht mehr zurechtgekommen. Der Einsatz hat gestimmt, aber im entscheidenden Moment müssen wir schlauere und klarere Entscheidungen treffen“, erklärt Dresdens Top-Scorer Helge Baues (15).