merken

Titans legen Fehlstart hin

Die Basketballer vom Dresdner Zweitliga-Absteiger verlieren zum Saisonstart daheim. Der Stotterstart hat seine Gründe.

© Jürgen Lösel

Von Alexander Hiller

Fehlstart. Lässt sich der Saisonauftakt der Dresden Titans auf diesen einfachen Nenner bringen? Der Absteiger aus der 2. Basketball-Bundesliga Pro A startete am Sonntag mit einer 73:77-Heimniederlage (29:49) gegen Iserlohn in die neue Spielzeit der drittklassigen 2. Bundesliga Pro B.

Elbgalerie Riesa
Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie

Die Apotheke, Drogerie und der Lebensmittelhandel haben in der Elbgalerie weiterhin für Sie geöffnet und freuen sich auf Ihren Besuch.

Dass es bei den Elbestädtern Anlaufschwierigkeiten geben würde, dürften vielen der 1 503 Zuschauer in der Margon-Arena zumindest geahnt haben. Einerseits spielt die Mannschaft unter Neu-Trainer Nenad Josipovic ein anderes System, andererseits stehen mit Sebastian Heck, Marc Nagora, Helge Baues und dem damaligen Anschlusskader Nils Niendorf nur vier Spieler aus der vergangenen Saison im aktuellen Kader. Und in dem derzeit elfköpfigen Aufgebot sind noch nicht alle fit. Das bestätigte Nenad Josipovic der Sächsischen Zeitung direkt vor dem Auftakt. Der US-amerikanische Spielmacher Steve Bennett beispielsweise kam nach einer Knöchelverletzung mit erheblichem Übergewicht nach Dresden. „Absolut unfit“, nennt das der Titans-Trainer. Für den 29-jährigen Regisseur haben die Elbestädter einen individuellen Fitnessplan aufgestellt. „Er arbeitet doppelt. Mit der Mannschaft und allein. Nur das ist der richtige Weg für ihn“, konstatierte der Kroate. „Wenn er fit ist, kann er ein Spiel auch mal allein entscheiden. Wir wollten ihn wegen dieser Führungsqualitäten verpflichten. Aber es gäbe wohl nicht viele Vereine, die nach dieser Aktion diese Geduld mit ihm aufgebracht hätten“, erklärt Gert Küchler von der Geschäftsführung der Spielbetriebs-GmbH.

Auch diese kleine Anekdote veranschaulicht die Anlaufschwierigkeiten der Dresdner, die gegen Iserlohn ein miserables erstes Viertel (9:31) hinlegten und nach diesem Rückstand, angeführt vom starken Marc Nagora, eine phänomenale Aufholjagd starteten. Die blieb letztlich noch ohne Happy End. „Meine Ansprache zur Halbzeit war kurz und laut. Ich habe die Mannschaft vor die Wahl gestellt, mir zu folgen und noch an den Sieg zu glauben. Und sie haben an sich geglaubt und unsere aggressive Defense, bei der wir dem Gegner keinerlei Raum lassen wollen, fortan viel besser umgesetzt“, sagte Josipovic. „Wir haben jetzt eine lange Woche bis Sonntag vor uns, und dann die nächste Chance, es mit dem Spiel in München besser zu machen“, erklärte Marc Nagora.