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Töberich erhöht Klagesumme

Die Investorin des abgelehnten Projektes Marina Garden an der Leipziger Straße fordert von der Stadt nun rund 24 Millionen. Diese Summe stand schon einmal im Raum, schrumpfte dann aber auf drei Millionen.

© Sven Ellger

Von Kay Haufe

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Regine Töberich will ihre Chance wahren. Nachdem die Stadt ihr Wohnungsbauprojekt Marina Garden an der Leipziger Straße nicht genehmigte, hatte die Investorin den Klageweg vor Gericht bestritten. Sie forderte bis zu 24,1 Millionen Euro von der Verwaltung, hatte die Summe aber in einem ersten Schritt auf drei Millionen Euro eingedampft, um Gerichtskosten zu begrenzen. Nun drohen Töberichs Ansprüche aber zu verjähren. Deshalb fordert sie die volle Summe von 24,1 Millionen Euro abzüglich der 5,6 Millionen Euro Grundstückswert, sagt sie am Sonntag der SZ. Sie rücke nicht von ihrer Position ab und habe deshalb 2015 die Klage eingereicht, so Töberich. Am 26. Februar geht der Prozess am Dresdner Oberlandesgericht weiter.

Die Stadt Dresden hatte der Architektin ein Angebot von rund 3,5 Millionen Euro unterbreitet, wofür sie ihr Grundstück hätte abgeben können. Doch Töberich schwebten 16,6 Millionen Euro vor, auch als Schadensersatz, weil sie ihre Wohnhäuser nicht auf ihrer Immobilie bauen durfte und ihr so Gewinne entgangen seien.

Das Gericht hatte im Sommer 2017 einen Vergleich angeregt, denn sowohl Töberich als auch Dresden könnten verlieren. Die Richter gaben der Investorin recht, dass die Stadt zu lange für den Bauvorbescheid gebraucht und damit ihre Amtspflicht verletzt habe. Ein Anspruch auf Schadensersatz leite sich daraus aber nicht automatisch ab. Auf Töberichs Seite sei aber auch einiges unklar. Etwa, ob Marina Garden in die Umgebung gepasst hätte. Das Gericht machte deutlich, dass es ein langer Prozess werden könnte. (SZ/kh/sr)