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Töberich wieder vor Gericht

Der Prozess um Marina Garden geht weiter. Die Investorin fordert von der Stadt gut 24 Millionen Euro Schadensersatz.

© Sven Ellger

Von Sandro Rahrisch

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Marina-Garden-Investorin Regine Töberich und die Stadtverwaltung treffen sich am Montag wieder vor Gericht. Die Schadensersatz-Verhandlung werde fortgesetzt, teilt das Oberlandesgericht mit.

Töberich und die Stadt Dresden hätten längst getrennte Wege gehen können. Rund 3,5 Millionen Euro wollte Dresden an die Architektin zahlen. Im Gegenzug hätte sie ihr Grundstück an der Leipziger Straße abgegeben. Doch Töberich schwebte eine höhere Summe als Schadensersatz vor, weil sie ihre Wohnhäuser nicht auf ihrer Immobilie bauen durfte und ihr letztlich Gewinne entgangen seien. Von rund 18 Millionen Euro spricht das Gericht. Töberich selbst hatte dagegen im Januar angekündigt, ihre Forderung noch einmal erhöhen zu wollen, auf 24,1 Millionen Euro.

Die Investorin ist der Ansicht, die Stadt habe ihre Amtspflichten verletzt, indem sie zu spät über eine Bauvoranfrage für Mardina Garden entschieden habe. Hätte Dresden rechtzeitig reagiert, hätte sie ihr auch die Baugenehmigung nicht mehr verwehren können, so die Argumentation.

Die Verwaltung ist dagegen der Auffassung, ihre Pflichten nicht verletzt zu haben. Eine Baugenehmigung hätte nicht erteilt werden können, so die Stadt. Marina Garden hätte der neuen städtebaulichen Planung widersprochen. Zudem hätten neue Erkenntnisse nach dem Elbehochwasser 2013 eine Ausnahmegenehmigung für das im Überschwemmungsgebiet liegende Grundstück im fraglichen Zeitpunkt nicht zugelassen. Das Gericht hatte im vergangenen Jahr einen Vergleich angeregt.