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Tödlicher Sekundenschlaf auf der A4

Auf der Autobahn zwischen Wilsdruff und Nossen kracht ein Skoda ungebremst auf einen Lkw - zwei Menschen sterben. Auch in Riesa gibt es am Sonntag einen Verkehrstoten.

© Roland Halkasch

Von Jürgen Müller

Schlimme Bilanz des Verkehrsunfallgeschehens am Wochenende im Landkreis Meißen. Gleich drei Menschen verloren bei Unfällen ihr Leben. Auf der Autobahn 4 fuhr gestern kurz nach 13 Uhr ein Pkw auf einen polnischen Sattelzug auf. Der Aufprall war so heftig, dass der Pkw bis zur B-Säule völlig zerstört wurde. Fahrer und Beifahrerin starben an der Unfallstelle. Die Feuerwehr musste die Verunglückten aus dem Fahrzeug schneiden. Wie am gestrigen Abend aus dem Lagezentrum der Polizei in Dresden zu erfahren war, handelt es sich bei den Toten um einen 45 Jahre alten Mann und eine 44 Jahre alte Frau aus dem Raum Freital. Auf der Rückbank saß ein zehnjähriges Kind. Es wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte gab es nicht. Der Unfall ereignete sich auf dem rechten Streifen der Autobahn. Da es keine Bremsspuren gab und auch nichts anderes auf eine Reaktion des Skoda-Fahrers schließen lässt, geht die Polizei davon aus, dass der Fahrer während der Fahrt eingeschlafen ist. Möglicherweise handelt es sich um den sogenannten Sekundenschlaf.

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Tödlicher Unfall auf der A4

Am Sonntagnachmittag hat es auf der Autobahn 4 einen schweren Unfall gegeben.
Am Sonntagnachmittag hat es auf der Autobahn 4 einen schweren Unfall gegeben.
Zwischen Nossen und Wilsdruff war ein Skoda ungebremst unter einen vorausfahrenden Lastwagen gerast.
Zwischen Nossen und Wilsdruff war ein Skoda ungebremst unter einen vorausfahrenden Lastwagen gerast.
Der Aufprall war so stark, dass Fahrer und Beifahrerin in dem Auto eingeklemmt wurden.
Der Aufprall war so stark, dass Fahrer und Beifahrerin in dem Auto eingeklemmt wurden.
Die Freiwilligen Feuerwehren Nossen und Deutschenbora rückten an, um den eingeklemmten Fahrer (45) und seine Beifahrein (44) aus dem Fahrzeug zu befreien.
Die Freiwilligen Feuerwehren Nossen und Deutschenbora rückten an, um den eingeklemmten Fahrer (45) und seine Beifahrein (44) aus dem Fahrzeug zu befreien.
Dabei kam schweres Gerät zum Einsatz.
Dabei kam schweres Gerät zum Einsatz.
Die beiden wurden bei dem Unfall so stark verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starben.
Die beiden wurden bei dem Unfall so stark verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starben.
Ein Kind auf dem Rücksitz erlitt leichte Verletzungen und kam ins Krankenhaus.
Ein Kind auf dem Rücksitz erlitt leichte Verletzungen und kam ins Krankenhaus.
Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer des Skodas während der Fahrt eingeschlafen war.
Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer des Skodas während der Fahrt eingeschlafen war.
Möglicherweise handelt es sich um den sogenannten Sekundenschlaf.
Möglicherweise handelt es sich um den sogenannten Sekundenschlaf.
Wegen des Unfalls kam es auf der Autobahn zu langen Staus.
Wegen des Unfalls kam es auf der Autobahn zu langen Staus.

Der Unfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr auf der zu dieser Zeit dicht befahrenen Autobahn. Zur Bergung mussten zwei der drei Fahrstreifen gesperrt werden. Es bildete sich ein Stau in Richtung Dresden von etwa fünf Kilometern. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es durch Gaffer zu längeren Staus. Es ereigneten sich dort auch mehrere kleine Auffahrunfälle. Ob sie auf die Gaffer zurückzuführen sind, konnte die Polizei nicht sagen. Die teilweise Sperrung der Autobahn wurde um 17.30 Uhr wieder aufgehoben.

Einen Verkehrstoten gab es auch am Sonntagmorgen in Riesa. Als ein 38-jähriger Autofahrer in der Nacht zu gestern mit seinem VW Passat die Kreuzung Pausitzer-/Robert-Koch-Straße überqueren wollte, kam es zum Zusammenstoß. Er kam aus der Innenstadt und fuhr Richtung Erdgasarena. Dabei beachtete er einen auf der vorfahrtsberechtigten Robert-Koch-Straße von rechts kommenden Audi A 5 nicht. Der 21-jährige Audi-Fahrer erwischte den Passat mit voller Wucht, wodurch der Wagen gegen einen Ampelmast stieß. Dadurch wurde der Fahrer des VW Passat so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb. Der Audifahrer und sein 19-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. An den beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Nach Informationen der SZ soll der Audifahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Wohl auch deshalb sucht die Polizei nun Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und Angaben zum Unfallhergang machen können. Hinweise dazu werden in der Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer 0351-4832233 entgegengenommen.