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Tötungsdelikt kommt vor Gericht

Die Ermittlungen zu einem versuchten Totschlag in Zittau sind abgeschlossen. Am Landgericht Görlitz wurde jetzt Anklage erhoben.

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© Jens Trenkler

Görlitz/Zittau. Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat die Ermittlungen zu einem versuchten Totschlag in Zittau abgeschlossen und Anklage zum Landgericht Görlitz, Schwurgericht, erhoben.

Das teilen die Polizeidirektion und die Staatsanwaltschaft Görlitz gemeinsam mit.

Dem zur Tatzeit 53 Jahre alten Angeschuldigten wird vorgeworfen, am Nachmittag des 13. Mai 2015 nach einem Streit im Wohnzimmer seiner Wohnung in der Frauenstraße in Zittau mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von etwa 20 cm neunmal mit Tötungsvorsatz auf den 57-jährigen Geschädigten eingestochen zu haben.

Durch die Messerattacken des Angeschuldigten trug der Geschädigte diverse Stichverletzungen im Bereich des Kopfes, des Brustkorbs und des Bauches davon. In der Annahme sein Opfer werde verbluten, offenbarte sich der Angeschuldigte mehr als 45 Minuten nach den Attacken in Wohnungsnähe befindlichen Dritten, die den Rettungsdienst riefen.

Das Tatopfer konnte durch eine Notoperation und langwierige intensivmedizinische Behandlung gerettet werden. Es ist allerdings zwischenzeitlich verstorben. Ein Zusammenhang zwischen den Folgen der Tat und dem Todeseintritt konnte nicht hergestellt werden.

Dem Angeschuldigten wird daher versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren bis zu 15 Jahren. (szo)