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Weißwasser

Toller Einstand des Neuzugangs

Kale Kerbashian trifft beim 4:1-Sieg der Füchse gegen Ravensburg und belohnt sich für eine starke Leistung.

Ravensburgs Verteidiger Patrick Seifert (links) versucht, Füchse-Angreifer Darcy Murphy aufzuhalten.
Ravensburgs Verteidiger Patrick Seifert (links) versucht, Füchse-Angreifer Darcy Murphy aufzuhalten. © Thomas Heide

Die Aufholjagd der Lausitzer Füchse in Richtung Platz zehn geht weiter. In das Wochenende sind sie beim gestrigen Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars mit drei Punkten gestartet. Immerhin ein Gegner, der auf Platz sieben steht und noch weiter oben angreifen will – und gegen den Weißwasser in dieser Saison noch nicht gewonnen hatte.

Ausschlaggebend war am Freitag eine leidenschaftliche Mannschaftsleistung, vor allem in Unterzahl: Die drei ersten Strafzeiten gab es gegen die Lausitzer, die es schafften, alle drei ohne Gegentor zu überstehen. Einen guten Eindruck hinterließ auch Neuzugang Kale Kerbashian. Der 29-jährige Stürmer, vom HK Nitra aus der Slowakei gekommen, fügte sich gut in die zweite Reihe neben Tomas Andres und Darcy Murphy ein und war ein Aktivposten bei den Weißwasseranern.

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Die hatten nach drei Spielminuten die erste gute Gelegenheit, als Brad Ross ganz frei zum Schuss kam, aber zentral auf Olafr Schmidt zielte. Insgesamt fand die Partie anfangs mehr im Füchse-Drittel statt, Marc Carruth wurde aber nicht vor die ganz großen Aufgaben gestellt.

Auf der anderen Seite hatte Kerbashian nach sieben Minuten die Gelegenheit zu seinem ersten Treffer im ersten Spiel, das gelang dem Kanadier aber erst einmal nicht – Olafr Schmidt hatte etwas dagegen.

Drei Strafzeiten überstanden: Der Schlüssel zum Sieg

Nach neun Minuten war der Arm des Schiedsrichters das erste Mal oben, Murphy musste auf die Bank. Ravensburg ging das Powerplay druckvoll an, es ging eng zu vor Carruth, aber nachdem auch der abgefälschte Schuss von Shawn O‘Donnell drüber gegangen war, verschafften sich die Füchse mehr Luft. Als Murphy aufs Eis zurückdurfte, ging er direkt durch und auf Schmidt zu. Aber Matias Haaranen eilte hinterher und konnte Murphy entscheidend stören. Nach 13 Minuten bediente Jordan George Joel Keussen, der wiederum an Schmidt scheiterte. Dann unterlief Haaranen ein schlimmer Patzer, Fabien Dietz war allein vor Schmidt, konnte den aber nicht überwinden. Andres‘ Schuss musste der Keeper wenig später nach vorn prallen lassen, aber Kerbashian konnte die Gelegenheit nicht nutzen. In dieser lebhaften Phase geriet Weißwasser wieder in Unterzahl, Ross kam bei seinem Check zu spät.

In die Empörungsrufe der Füchsefans hinein kam Ravensburg zu einer Riesenchance, aber Carruth parierte. Danach tat sich keine Lücke mehr in Weißwassers Abwehr auf. Und so vergingen auch diese zwei Minuten ohne Gegentor.

Aber die Towerstars sollten mit Ablauf des ersten Drittels ihre dritte Chance erhalten. Hier fiel der gegnerische Stürmer mehr in Oliver Granz hinein, aber die Referees erkannten auf Halten. So begann das zweite Drittel mit dem bekannten Abwehrkampf. Sören Sturms Schuss war brandgefährlich, aber hier halfen Goalie Carruth und ein Quäntchen Glück. Gleich nach Ablauf der Strafzeit wurde Dietz steil geschickt, und bei seinem zweiten Alleingang traf er eine andere, eine bessere Entscheidung. Er zog zeitig ab und erwischte Schmidt durch die Beine zur Führung. Und Luke Nogard legte nach und belohnte sich und die Mannschaft für den starken Kampf bis dahin: Eigentlich war die Chance vorbei, da er die Scheibe nicht gleich kontrollieren konnte. Aber Ravensburgs Abwehr war alles andere als im Bilde und ließ ihn nochmal an den Puck. Jetzt landete er zum 2:0 rechts oben in den Maschen.

Traumkombination zum 3:1

Nach Strafzeiten kam Ravensburg im Verlauf des Mitteldrittels zum Ausgleich, keine der drei Powerplay-Gelegenheiten konnte Weißwasser nutzen. Aber die Führung stand auf der Tafel, als es zum zweiten Mal in die Kabinen ging.

Raus kamen die Ravensburger mit dem Willen, das Spiel zu drehen. Und zunächst liefen die Dinge in ihre Richtung. Sören Sturm traf nach 44 Minuten mit einem gar nicht mal scharfen Schuss den Innenpfosten, die Scheibe rutschte hinter Carruth auf der Torlinie lang und wurde von Daniel Pfaffengut humorlos reingedroschen – der Anschluss.

Doch die Füchse wirkten nicht beeindruckt und blieben bei ihrer Linie. In der Art, wie kurz darauf das 3:1 fiel, setzten sie sogar noch einen drauf. Wunderbar lief die Scheibe von Murphy über Andres zu Kerbashian, der sich dann doch mit dem ersten Tor im ersten Spiel bedankte – er dürfte in der Schlussphase der Saison eine echte Bereicherung in Weißwassers Kader sein. Als wäre es die größte Selbstverständlichkeit erzielte 16 Sekunden später Mychal Monteith das entscheidende 4:1. Nogard hatte clever in Schmidts Sicht gestanden, auch das gehört zur starken Mannschaftsleistung, welche die Füchse zeigten.