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Torrausch in der achten Liga

In den sieben Begegnungen der Stadtoberliga fallen 40 Treffer. Zschachwitz trifft neunmal.

Von Jens Jahn

Der TSV Rotation Dresden wird in der kommenden Saison in der Fußball-Landesklasse Ost auflaufen. Drei Spieltage vor dem Saisonende siegten die Schützlinge von Trainer Stefan Zock in der Stadtoberliga beim Radeberger SV mit 2:1 (1:1) und können vom ersten Tabellenplatz nicht mehr verdrängt werden.

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David Schmitt erzielte in der 86. Minute seinen ersten Saisontreffer und schoss Rotation damit zum Stadtmeistertitel und zum Aufstieg. Allerdings hing der Sieg lange Zeit am seidenen Faden. Radeberg war zunächst durch Eric Neumann in Führung gegangen, Felix Fichtelmann traf zum 1:1-Pausenstand. In der 76. Minute vergeigte der RSV gleich zwei Elfmeter. Zunächst scheiterte Florian Palme an Rotation-Keeper Jens Ulrich, doch der Unparteiische pfiff den Elfmeter zurück. Rotation-Spieler waren zu zeitig in den Strafraum gelaufen. Nun schnappte sich Mark Abdin das Leder – erneut blieb Ulrich Sieger. „Das ist ja völlig sinnlos. Wie kann ich beim zweiten Mal wieder in die gleiche Ecke schießen“, ärgerte sich RSV-Coach Markus Seidel. Rotation feierte dagegen seinen Tormann. Nach dem Abpfiff lag sich das gesamte Team in den Armen. „Wahnsinn! Die Jungs haben es geschafft. Ich kann ja selbst nicht viel dazu beitragen. Es ist der Verdienst der Spieler“, sprudelte es auch Zock heraus, der gleich noch weiter vorausblickte: „Und nun holen wir uns noch den Pokal, quasi das Double.“ Im Stadtpokalfinale trifft der TSV am 16.6. auf den FC Dresden.

Ebenfalls sicher ist nach dem 24. Spieltag der Vizestadtmeister. Blau-Weiß Zschachwitz festigte mit einem 9:4 (5:1) beim VfB Hellerau-Klotzsche den zweiten Rang. Nach 39 Minuten stand es bereits 5:0 für die Gäste. Steffen Voigt und Tom Winter teilten sich mit jeweils vier Treffern in das Schützenfest hinein. Auf Hellerauer Seite verwandelte Robert Zwintzscher zwei Elfmeter. Auch auf den anderen Sportplätzen der achten Liga ging es meist äußerst torreich zu. Der TSV Cossebaude kam beim potenziellen Absteiger Sportfreunde Nord zu einem 8:1 (5:0). Ähnlich wie in Hellerau stand es auch an der Meschwitzstraße nach 39 Minuten bereits 5:0 für die Gastmannschaft. Torsten Görig und Rico Kleebank waren doppelt erfolgreich.

Die 40 Tore an diesem 24. Spieltag bedeuten Saisonrekord. Auch die 13 Treffer in Hellerau sind ein saisonaler Spitzenwert. Der bisherige Rekord lag bei elf Toren. Der Radeberger SV siegte eine Woche vor Pfingsten bei den Sportfreunden mit 8:3. Den höchsten Sieg landete Rotation am 18. Spieltag mit einem glatten 10:0 beim FV Laubegast II. Torflaute herrscht im Übrigen selten in dieser Liga. Im gesamten Saisonverlauf hieß es nur viermal 0:0. Dreimal war darin die SpVgg Löbtau involviert, die auch am Sonntag nur ein 1:0 gegen Laubegast II erreichte. Ob das an der Anstoßzeit für Frühaufsteher (8.45 Uhr) liegen mag?