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Torschütze sieht Rote Karte

Der SV Wesenitztal muss auf den Pirnaer Sonnenstein umziehen und spielt 1:1 gegen Wilsdruff. Martin Schiefner fliegt runter.

© Marko Förster

Von Henry Eisold und Jürgen Schwarz

Mit dem zweiten Nachholespiel stand am Sonnabend die erste Partie der Rückrunde für den SV Wesenitzal auf dem Programm. Gespielt wurde gegen die SG Motor Wilsdruff (1:1) witterungsbedingt auf dem Kunstrasenplatz in Pirna-Sonnenstein. Nach der torreichen Auftaktpartie zu Beginn der Saison (6:5 für Wilsdruff) hätten die Wesenitztaler mit einem Sieg punktemäßig mit den Gästen gleichziehen können.

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Der SVW fand schneller ins Spiel. Häufig gelang es, den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Lediglich durch Standardsituationen sorgten die Wilsdruffer für Gefahr vor dem von Alfred Leuner gehüteten Tor. Allerdings verfehlten Lucius, Göldner und Wollmann das anvisierte Ziel. Aber auch den Wesenitztalern fehlte im Spiel nach vorn die Durchschlagskraft. Trotz gefälliger Ballstafetten verhinderten Ungenauigkeiten beim letzten Pass und die Abwehrarbeit der Wilsdruffer klare Torchancen. Einzig beim Freistoß von Maik Kühn musste Torhüter Heimrich entscheidend eingreifen. Auf der Gegenseite vergab Henrik Jünger (33.) im Anschluss an einen Eckball per Nachschuss die große Chance zur Gästeführung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zog sich der Wilsdruffer Franz Hellwig einen Fußbruch zu und musste ins Krankenhaus gefahren werden.

Im zweiten Abschnitt waren gerade zwei Minuten gespielt, als der Ball bereits im Tor der Wesenitztaler lag. Ein langer Ball erreichte den eigentlich im Abseits stehenden Domenik Kohl. Doch bedingt durch den zwischenzeitlichen Kontakt eines Wesenitztaler Abwehrspielers, entschied der Radebeuler Schiedsrichter Ludwig Diener auf Tor. Nun galt es, alles in die Waagschale zu werfen. Und so erzielte Martin Schiefner in der 50. Minute, nach guter Flanke von Fabian Förster, den schnellen Ausgleichstreffer. Nachdem die Gäste kurzzeitig etwas verunsichert wirkten, entwickelte sich in der Folge ein ausgeglichenes Spiel. Während Jünger nach dem Handspiel eines Mitspielers glücklicherweise zu hoch zielte, verpassten die Hausherren nach zwei Eckbällen von Maik Kühn denkbar knapp den zweiten Treffer. Auf der Gegenseite bewahrte Leuner mit einer starken Parade gegen den durchgebrochenen Wollmann seine Mannschaft vor einem erneuten Rückstand. Nachdem Schiefner mit einem Schlenzer von der Strafraumkante nur um Haaresbreite verzog, fand auch der Kopfball Rudolphs kurz vor Spielende nicht den Weg ins Wilsdruffer Tor.

In der 83. Minute sah Martin Schiefner die Rote Karte. „Der gelbe Karton hätte auch gereicht“, meinte selbst der Wilsdruffer Trainer Paul Rabe. Der sah übrigens seine Mannschaft mit dem einen Punkt nicht ausreichend belohnt: „Wir verzeichneten die klareren Chancen, drei Zähler wären verdient gewesen. Wichtig war aber, dass wir Wesenitztal auf Distanz gehalten haben.“ In Wesenitztal wird man das naturgemäß ganz anders sehen. „Letztendlich war es ein leistungsgerechtes Ergebnis und auf gewisse Weise auch der erste auswärts erzielte Punkt“, so der Tenor beim SVW.

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