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Torwartwechsel bei Dynamo

Schubert muss den Platz wieder an Schwäbe abgeben. Trainer Uwe Neuhaus überrascht für das Heimspiel gegen Nürnberg mit weiteren Änderungen in der Startelf. Ein Dresdner spielt beim Gegner.

© Robert Michael

Von Sven Geisler

Ob es Überraschungen in der Startelf geben könnte, wird Uwe Neuhaus gefragt. Dynamos Trainer lächelt - und antwortet: „Das liegt im Auge des Betrachters.“ Mit einem Wechsel im Tor hatten vermutlich die wenigsten gerechnet. Doch nach neun Spielen muss Markus Schubert den Platz zwischen den Pfosten wieder an Marvin Schwäbe abgeben. Offenbar setzt der Chefcoach auf die etwas größere Erfahrung des drei Jahre älteren Keepers, der in der Winterpause wegen einer Knieverletzung ausgefallen war. Es ist nicht die einzige personelle Änderung und mindestens eine weitere genauso überraschend. Florian Ballas verliert seinen Stammplatz, sitzt zunächst nur auf der Bank. Für ihn rückt Jannik Müller von der rechten Abwehrseite in die Innenverteidigung. Von Anfang an neu dabei sind zudem Kapitän Marco Hartmann, Niklas Kreuzer, Haris Duljevic und Rico Benatelli. Pascal Testroet sitzt zunächst wie Lucas Röser auf der Bank, für Peniel Mlapa - jetzt der fünfte Stürmer - bleibt nur ein Platz auf der Tribüne. Moussa Koné beginnt als einzige Spitze, Neuhaus kehrt zum seit dem Aufstiegsjahr bewährten taktischen System zurück.

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Für die veränderte Elf ist es „Zeit, etwas zu ändern“. Als Neuhaus auf Dynamos vermeintlichen „Osterfluch“ angesprochen wird, muss er schmunzeln. Seit 2011 haben die Schwarz-Gelben zu Ostern nicht mehr gewonnen, aber diese Serie ist im Moment ihr kleinstes Problem. Dafür ist die Situation vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg, das am Karsamstag, 13 Uhr, im mit rund 30.000 Zuschauern ausverkauften DDV-Stadion beginnt, zu angespannt. Bisher ist es eine Berg- und Talfahrt durch die Saison, sodass der Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz vor der Partie nur zwei Punkte beträgt. Es waren schon mal sechs. „Wir haben alles in den eigenen Händen, das ist ein absoluter Vorteil“, sagt der Chefcoach - und er erklärt, worauf es jetzt ankommt: „Es ist alles sehr, sehr eng. Ich glaube, dass die Mannschaften am besten klar kommen, die ihre Nerven im Griff haben, auf ihre Qualitäten zurückgreifen können und ihr Spiel durchsetzen wollen.“ Das war den Dresdnern zuletzt jedoch nur bedingt und vor allem zu selten von Anfang bis Ende gelungen. „Wir haben in den vergangenen Wochen das Thema Fehlerketten, Fehlerquote häufig strapaziert. Das dürfen wir nicht ins Uferlose treiben, sondern müssen das Risiko abwägen und die richtigen Entscheidungen treffen“, meint Neuhaus.

Den Tabellenzweiten Nürnberg erwartet er als „eine sehr spielstarke Mannschaft, gegen die man aufpassen muss, nicht zu offensiv zu spielen und nicht zu viele Räume zu lassen“. Ein guter Bekannter spielt für die Franken: Marvin Stefaniak steht wie erwartet in der Startelf. Er habe wieder in die Spur gefunden, gute Leistungen gezeigt“, sagt Neuhaus über den Dresden-Rückkehrer.

Dynamo spielt mit: Schwäbe – Kreuzer, Franke, J. Müller, Heise – Hartmann – Horvath, Benatelli, Hauptmann, Duljevic – Koné