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Tote bei Attacke in Pariser Polizeipräfektur

Sirenengeheul in der Innenstadt, Straßen sind abgesperrt, Polizisten stehen unter Schock: Mehrere ihrer Kollegen wurden von einem Messer-Angreifer getötet.

Bewaffnete Polizisten und Soldaten patrouillieren, nachdem sich in der Pariser Polizeipräfektur eine Messerattacke ereignet hat.
Bewaffnete Polizisten und Soldaten patrouillieren, nachdem sich in der Pariser Polizeipräfektur eine Messerattacke ereignet hat. © Kamil Zihnioglu/AP/dpa

Paris. Bei einer Messerattacke in der Pariser Polizeipräfektur sind laut französischen Medien insgesamt fünf Menschen getötet worden. Vier Polizisten seien ums Leben gekommen, auch der Angreifer sei tot, berichteten die Nachrichtensender BFMTV und Franceinfo am Donnerstag.

Nach einem Angriffbesuchte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den Tatort. Macron habe den Mitarbeitern der Polizeistation seine Unterstützung und Solidarität bekundet, hieß es am Donnerstag aus Élyséekreisen. Er wurde demnach von Innenminister Christophe Castaner und dem französischen Innenstaatssekretär Laurent Nuñez begleitet. Der Präsident sei gut 35 Minuten bei der Polizeipräfektur gewesen.

Laut Medien war der Angreifer ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizeipräfektur, die im Herzen der Hauptstadt liegt. BFMTV berichtete, wahrscheinlicher Hintergrund der Tat sei ein interner Konflikt innerhalb der Polizeibehörde. Der Bereich in der Nähe der Kathedrale Notre-Dame wurde weiträumig abgesperrt. Laut BFMTV kam Innenminister Christophe Castaner zum Tatort.

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Der Ort der Messerattacke im Pariser Zentrum.
Der Ort der Messerattacke im Pariser Zentrum. © dpa Grafik/Redaktion: J. Reschke

Die Tat ereignete sich kurz nach Mittag in der Polizeipräfektur. Der mutmaßliche Täter habe ein Keramikmesser benutzt, berichtete BFMTV. Er sei nach dem Angriff erschossen worden. Die Polizei nahm zunächst keine Stellung zu den Berichten.

Erst am Mittwoch hatten Tausende Polizisten in Paris für bessere Arbeitsbedingungen protestiert. Mehrere Gewerkschaften hatten zu dem "Marsch der Wut" im Osten der Hauptstadt aufgerufen. Nach Angaben der Organisatoren, der Polizeigewerkschaft Unité SGP Police, waren in Paris rund 27.000 Polizisten auf die Straßen gegangen. Wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete, gab es in der Polizei seit Jahresbeginn rund 50 Suizide. (dpa)