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Weißwasser

Toter Hund: Wolf als Verursacher bestätigt

Die genetischen Untersuchungen des im August in Weißkeißel gerissenen Tieres sind abgeschlossen.

Ein Wolf hat in Weißkeißel einen Hund getötet - das ist jetzt sicher.
Ein Wolf hat in Weißkeißel einen Hund getötet - das ist jetzt sicher. © Foto: pixababy

Weißkeißel. Anfang August wurde in Weißkeißel ein toter Hund gefunden (TAGEBLATT berichtete). Es bestand damals der dringende Verdacht, dass ein Wolf den Hund getötet hat. Um Gewissheit zu bekommen, wurde die Untersuchung von genetischen Proben beauftragt. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen nun den Verdacht und damit das Ergebnis der Vor-Ort-Begutachtung, informierte gestern das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Bei dem Wolfsrüden, der als Täter nachgewiesen wurde, wurde im Februar einmal im Bereich des Daubitzer Territoriums eine DNA-Probe genommen werden. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Wolf um einen Nachkommen des Wymiarki-Rudels in Westpolen. Welche Rolle der Rüde aktuell im Daubitzer Rudel spielt, ist zurzeit noch unklar. Es handelt sich dabei nicht um den bisher bekannten Rüden des Daubitzer Rudels, welcher Ende Januar 2018 einen Hund auf dem Truppenübungsplatz getötet hatte.

Aus der Gemeinde sind seit dem Vorfall Anfang August nur vereinzelte Sichtungsmeldungen eingegangen, ohne konkrete Hinweise auf auffälliges Verhalten von Wölfen. Auch gab es nach Angaben des Landesamtes keine Aufnahmen von Wölfen auf den vor Ort aufgestellten automatischen Wildkameras.

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Angriffe von Wölfen auf Hunde kommen nicht sehr häufig, aber unter Umständen vor. Beuteangriffe auf Hunde sind selten und betreffen meist streunende Hunde oder solche, die an Ketten gehalten wurden. Solche Fälle sind beispielsweise auch aus Skandinavien oder osteuropäischen Ländern bekannt.

Konflikte kann es vor allem dann geben, wenn Hunde sich allein im Gelände bewegen und dort auf Wölfe treffen. Unter Umständen werden sie dann von diesen als Eindringlinge im eigenen Territorium betrachtet, die es zu vertreiben oder zu töten gilt. Generell sollten Hunde im Wolfsgebiet angeleint oder nahe bei ihrem Besitzer geführt werden.

Das Landesamt bittet darum, jegliche Sichtungen von oder Hinweise zu Wölfen umgehend an die Fachstelle Wolf oder an das LUPUS-Institut zu melden. (red)

Fachstelle Wolf: Tel. 035242 6318201, E-Mail: [email protected], Internet: www.wolf.sachsen.de

LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, Tel. 035727 57762,
 E-Mail: [email protected]

Für die Meldung von Nutztierrissen, toten, verletzten oder auffälligen Wölfen in Sachsen steht eine kostenlose Hotline zur Verfügung: 0800 555 0666.