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Toter Steinmarder sorgt für Aufsehen

Mitten auf dem Fußweg in Altkötzschenbroda verstörte Fußgänger das tote Tier.

© Peter Redlich

Von Peter Redlich

Radebeul. Es muss in der Nacht zum Donnerstag passiert sein. Seit den frühen Morgenstunden erschreckten sich teilweise Passanten über einen toten Marder auf dem Angerfußweg in Kötzschenbroda.

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Offenbar in Höhe der Gaststätte „Großes Weinstuben“ hatte es das mit Schwanz etwa 50 Zentimeter lange Tier erwischt. Möglicherweise ist der Marder auf den Fußweg geschleudert worden.

Nach einem Hinweis der SZ entsorgte der Radebeuler Jagdpächter Bodo Pietsch das Tier, welches genau ein Steinmarder ist. Pietsch: „Ich habe ihn in den letzten Tagen wiederholt gesehen, auf der Festwiese, aber auch an der Straße. Ein sehr übermütiges junges Tier.“ Der Steinmarder wird jetzt vorschriftsmäßig in 60 Zentimeter Tiefe im Wald vergraben, sagt der Jagdpächter.

In letzter Zeit seien besonders viele Tiere gefährdet, so Pietsch. Vor allem Füchse, aber auch Rehe würden am Stadtrand von Radebeul überfahren. Dies passiere besonders oft, seitdem an der neugebauten S 84 nach der Elbbrücke die Wildschutzzäune entfernt worden sind.

Bodo Pietsch: „Allein zehn Rehe sind und mindestens 15 Füchse sowie viele Waschbären sind überfahren worden, seit es das Hindernis nicht mehr gibt.“ Die toten Tiere müssen dann fast immer insgesamt entsorgt werden. Mitunter ist ein Reh noch als Hundefutter verwertbar, sagt Pietsch, der ausgebildeter Jäger ist und auch in der sächsischen Forstbehörde arbeitet.