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Touristenansturm auf Sachsens Skigebiete

Bisher läuft die Saison sehr gut – trotz wenig Schnee im Januar. In den Winterferien werden Tausende Gäste erwartet.

© dpa/Jan Woitas

Andrea Schawe

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Oberwiesenthal/Dresden. 70 Zentimeter Schnee am Fichtelberg, 40 Zentimeter in Schöneck und 30 in Holzhau: In Sachsens Skigebieten herrschen gute Wintersportbedingungen. Derzeit sind im Erzgebirge, Vogtland und der Oberlausitz Skilifte in Betrieb und Loipen gut befahrbar.

Bisher verläuft die Saison in den Wintersportorten positiv, sagt Andrea Kis vom Landestourismusverband Sachsen. Traditionell seien Weihnachten und Silvester gut gebucht. In den Regionen, in denen es seit Anfang Dezember schneit, gebe es konstant gut bis sehr gut gebuchte Häuser. Nur der Januar war im Erzgebirge nicht flächendeckend ganz optimal, hier rechnet der Tourismusverband mit weniger Gästen und Übernachtungen als im Vorjahr. „Vor allem auf den tagestouristischen Bereich hat sich dies ausgewirkt“, sagt Sprecherin Doreen Burgold.

Die Touristiker hoffen auf die anstehenden Winterferien. Die Buchungslage ist nach Angaben des Tourismusverbandes Erzgebirge sehr gut, vor allem in den großen Wintersportzentren. In der Region werden 80 000 Gäste erwartet, die mehr als 250 000 Übernachtungen in den Hotels und Pensionen buchen. „Hinzu kommen die vielen Tagesgäste, die das Erzgebirge für einen Ausflug nutzen“, so Burgold. Übernachtungsangebote seien noch erhältlich, vor allem in den Orten etwas abseits des Kamms und der großen Skigebiete.

Auch im vergangenen Jahr lief die Saison in den Wintersportorten gut – es gab in den Bergen wesentlich mehr Schneetage als im Winter 2015/16. Von November 2016 bis März 2017 besuchten nach Angaben des statistischen Landesamts fast 420 000 Gäste die Region. Sie buchten mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen – das ist etwa ein Drittel aller Übernachtungen eines Jahres.

Um auch in schneeärmeren Zeiten für Touristen attraktiv zu sein, haben viele Veranstalter das Angebot erweitert. Schon zum zweiten Mal wurde die „Winter-Wanderwoche Erzgebirge“ durchgeführt. Insgesamt fanden 31 Touren mit Wanderführern statt. In Großschönau im Zittauer Gebirge ist die Textilrodelbahn geöffnet, in Seifhennersdorf gibt es spezielle Angebote zu gesunder Ernährung. In Eibenstock sind die Pisten mit Kunstschnee präpariert.

Auch die Einschränkungen durch das Sturmtief „Friederike“ sind begrenzt. Der Lauschekamm und die Kammloipe seien gut befahrbar, so Andrea Kis vom Landestourismusverband. Auch die Mehrheit der anderen Loipen, die nicht bereits aufgrund der Folgen von „Herwart“ noch gesperrt sind, wurden nicht beeinträchtigt. Vereinzelt seien Waldgebiete im Hügel- und Tiefland gesperrt. Insbesondere beim Langlauf oder beim Winterwandern sollten Touristen vor Ort nachfragen.