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Kamenz

Toyota-Tochter hat nun ihre Bushaltestelle

Ab 8.Juli hält der Bus regelmäßig am Werk der Hightech-Firma in Straßgräbchen.

An der neuen Bushaltestelle: TDDK-Manager Sokichi Hibino (l.) übergibt derzeit das Werk an Nachfolger Kazushige Murao (r.v.l.), Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel (2.v.l.)
Rechts: TDDK-Vizepräsident Roland Juhnke und neben ihm Staatssekretär Günther Sch
An der neuen Bushaltestelle: TDDK-Manager Sokichi Hibino (l.) übergibt derzeit das Werk an Nachfolger Kazushige Murao (r.v.l.), Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel (2.v.l.) Rechts: TDDK-Vizepräsident Roland Juhnke und neben ihm Staatssekretär Günther Sch © Bernd Goldammer

Straßgräbchen. Weit über 500 Millionen Autos haben einen Kompressor für angenehmes Klima aus Straßgräbchen in ihrem Auto an Bord. Dabei handelt es sich nicht nur um deutsche Fahrzeugmarken. Sichere Arbeitsplätze, gute Steuereinnahmen und zahlreiche Synergie-Effekte: Die TD Deutsche Klimakompressoren GmbH (TDDK) hat die gesamte Region vorangebracht.

An die Tausend Arbeitnehmer produzieren hier im Zweischichtbetrieb an hochmodernen Hightech-Anlagen. Im Herbst des vergangenen Jahres stellte die TDDK den Antrag auf eine provisorische Bushaltestelle. Nun ging sie in den Probebetrieb. Ob sie bleibt, das entscheidet sich in der kommenden Zeit. Wenn die Angestellten von TDDK mit ihrer regen Nutzung zeigen, dass sie dieses günstige Angebot nutzen wollen, wird auf Dauerbetrieb umgestellt. Dann wird eine standardmäßige Bushaltestelle errichtet. 

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Der Dauerbetrieb bringt zahlreiche Vergünstigungen mit sich. Die Buswendestelle ist bereits eingerichtet. Sogar Jobtickets können genutzt werden, sobald die Mindestanzahl von dreißig Beschäftigten, die sich für ein Jobticket entscheiden, erreicht ist und TDDK als Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit dem Verkehrsverbund Oberelbe abschließt. Jede Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs ist eine gute Antwort auf die zunehmende Verkehrsdichte zwischen den zwei Autobahnzubringer Straßen zur A 4 und A 13.

Zwischen Kamenz und Lauta

„Ab 8. Juli werden die Busse der Regiobuslinie 150 zehnmal am Tag am eingerichteten Provisorium halten. Um Fahrgäste auf der Linie zwischen Kamenz-Bahnhof und der Hans-Coppi-Schule in Lauta aufzunehmen. Sonnabend, kurz nach 10 Uhr, fuhr der erste Bus an der jetzigen Haltestelle vor. An Bord war auch der in Bernsdorf wieder gewählte Bürgermeister Harry Habel. Empfangen wurde er von den beiden japanischen TDDK-Managern. Diese Fahrt gehörte zum Zeremoniell des diesjährigen Unternehmertages. Diesen Anlass nutzte die TDDK, um einen Azubi- und Familientag zu organisieren. Türen und Tore waren weit geöffnet

Das öffentliche Interesse war groß. Den ganzen Tag herrschte reges Kommen und Gehen. Und so mancher Ausbildungsplatz als Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker, Wirtschaftsingenieur oder als Fachkraft für Lagerlogistik wurde von zahlreichen interessierten Schülern genau anvisiert. Sie haben dafür gute Gründe: Als Unternehmen ist TDDK für gutes Betriebsklima und gute Verdienstmöglichkeiten bekannt.

Daran hat Hibino Sokichi der japanische TDDK- Manager großen Anteil. Im Moment bereitet er den Führungswechsel zu seinem Nachfolger Murao Kazushige vor. Er selbst wird dann eine neue Aufgabe in Japan übernehmen. „Die Jahre in Straßgräbchen bleiben mir in sehr guter Erinnerung“, sagte Hibino Sokichi gegenüber der SZ.

Im Jahr 2018 erreichte der Konzern auch eine wichtige Produktionszahl. Ende August 2018 lief in Straßgräbchen der 50-millionste Klimakompressor seit der Produktionsaufnahme im Jahr 2000 vom Band. 1998 brachte die TDDK neue Hoffnung in die Region und bis heute viele Jobs. Murao Kazushige wird demnächst den Staffelstab als Manager übernehmen. 

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