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Drei Gründe für die steigende Arbeitslosigkeit

Traditionell steigt die Zahl der Betroffenen im Januar. Schwer hat es etwa die Transportbranche.

© Grafik: SZ

Wie erwartet ist im Januar die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge angestiegen. Die Arbeitsagentur Pirna meldet aktuell 6 925 Frauen und Männer als arbeitslos. Das sind 928 Menschen mehr als im Dezember, aber 729 weniger als im Januar 2018. Die Arbeitslosenquote – berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen – kletterte innerhalb eines Monats um 0,7 Prozentpunkte und liegt bei 5,4 Prozent. In der Geschäftsstelle Sebnitz liegt die Quote derzeit mit 6,4 Prozent am höchsten, in Dippoldiswalde mit 3,8 Prozent am niedrigsten.

Laut Arbeitsagentur sei der Anstieg zum Jahresbeginn durchaus üblich und habe hauptsächlich drei Ursachen.

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Befristungen laufen aus

„Befristete Arbeitsverträge laufen häufig zum Jahresende aus“, erklärt die Pirnaer Arbeitsagenturchefin, Gerlinde Hildebrand, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung im Januar. Warum dieses Phänomen besteht, sei aber nicht untersucht.

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Weniger Stellenangebote

Etwas „Winterruhe“ herrsche in jedem Januar auch bei der Arbeitskräftenachfrage von Unternehmen. Zum Jahresbeginn 2019 gingen zudem etwas weniger neue Stellen ein als noch im Januar 2018. Eine Veränderung der Gesamtsituation sei aber trotzdem nicht in Sicht. „Die Signale aus der lokalen Wirtschaft sind vornehmlich positiv“, erklärt Hildebrand. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist mit knapp 2 000 ungebrochen hoch.

Witterung stört Arbeitsmarkt

Die kalte Jahreszeit führt außerdem dazu, dass Berufszweige wie Bauhauptgewerke und Gartenbau zeitweise pausieren müssen. Das gilt insbesondere in der Sächsischen Schweiz auch für den Tourismusbereich. Hier wird allerdings versucht, neue Angebote zu schaffen. Weniger bekannt ist dagegen bei vielen, dass auch die Transportbranche im Winter Personal freistellt und damit schrumpft. (SZ/gk)


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