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Trauer bei Herrnhuts Kirchenparlament

Bei der Anreise zur Synode verunglückte ein niederländischer Pfarrer tödlich mit dem Motorrad. Inhaltlich ging es um Kirchenasyl und Mission.

© SZ

Von Anja Beutler

Hernhut. Die Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität ist von einem tragischen Unfall überschattet worden. Wie Pressesprecher Erdmann Carstens mitteilte, ist ein 43-jähriger Niederländer auf dem Weg zu dem Treffen in Herrnhut mit seinem Motorrad verunglückt. Damit die anderen Vertreter an der Trauerfeier des Pfarrers aus Utrecht teilnehmen konnten, wurde das Treffen in Herrnhut etwas verkürzt.

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Inhaltlich befassten sich die 78 Delegierten aus acht Ländern unter anderem mit dem Thema Flüchtlingsarbeit, Integration und Kirchenasyl. Auch die Herrnhuter Gemeinde schützte eine 18-köpfige Familie aus dem Nordirak von Juli bis Dezember 2016 auf diese Weise vor der Abschiebung. Inzwischen haben die Iraker unterschiedliche Aufenthaltspapiere und integrieren sich in Herrnhut.

Diskutiert wurde auch das Thema Mission, zumal sich die Herrnhuter ja im Ursprung als Missionskirche verstehen. Geeinigt hat sich das Kirchenparlament hier nun darauf, wieder stärker im eigenen, unmittelbaren Umfeld „missionarisch auszustrahlen“. Hier gebe es genügend zu tun, erklärte Carstens. Die Tagung war übrigens auch die erste, die digitalisiert abgelaufen ist: Soweit möglich habe man auf Papier verzichtet.