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Döbeln

Treibhaus baut Café Courage um

Der Verein sammelt dafür Geld per Crowdfunding. Aber was kostet eigentlich ein „Ewiger Stammplatz“ im Café?

In dieser Woche haben die Mitglieder des Vereins Treibhaus damit begonnen, die Einbauten im Café Courage zu entfernen. Bis September soll es vom Eigentümer modernisiert und vom Mieter neu gestaltet werden.
In dieser Woche haben die Mitglieder des Vereins Treibhaus damit begonnen, die Einbauten im Café Courage zu entfernen. Bis September soll es vom Eigentümer modernisiert und vom Mieter neu gestaltet werden. © Jens Hoyer

Döbeln. Mit Beginn der Corona-Krise hatte auch der soziokulturelle Verein Treibhaus seine öffentliche Arbeit weitgehend eingestellt. Ein paar Sachen liefen noch online. Zweimal wurde das Quizcafé im Internet organisiert, auch Beratungen und Weiterbildungen abgehalten, sagt Geschäftsführerin Judith Sophie Schilling. Derzeit geht es im Café Courage ganz handfest zu. In dieser Woche hat der Verein mit der Neugestaltung des Veranstaltungsraums begonnen. „Das Podest und die Bühne kommen raus“, sagt die Geschäftsführerin. Der Einbau hatte sich zunehmend als unpraktisch erwiesen. Das Courage wird auch von älteren Leuten frequentiert. Da ist das Podest im Weg. „Mit dem Abbau kommt eine Stolperfalle weg“, sagt Schilling. Auch bei bestimmten Veranstaltungen wie Seminaren sei der Einbau unpraktisch. Mit dem Umbau strebt der Verein die Schwellenlosigkeit der Räume an. Wobei das Courage wie das gesamte Haus der Demokratie nie wirklich barrierefrei und damit behindertengerecht sein wird, schränkt Schilling ein.

Der Verein „Haus der Demokratie“ als Eigentümer beginnt jetzt mit der Modernisierung der unteren Etage, die sich aber auf den technischen und funktionellen Teil beschränkt. Im Café Courage wird die Elektrik erneuert. Außerdem soll der Einbau einer Brandschutzdecke erfolgen. Der Holzboden im Café, der nach dem Hochwasser 2002 neu eingebaut wurde, wird abgeschliffen. Außerdem ist die Modernisierung der Damentoilette geplant. Der Verein Haus der Demokratie erhält dafür Fördermittel vom Kulturraum Erzgebirge Mittelsachen und der Stadt Döbeln.

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Bar wird umgestaltet

Im Zuge des Umbaus will der Verein Treibhaus als Mieter die Neugestaltung des Cafés vornehmen. „Unsere Idee ist, mit den Nutzern die Räume neu zu gestalten. Eine Innenarchitektin wird das begleiten“, sagt Judith Sophie Schilling. Im Café wird wieder eine Bühne eingebaut. Neu gestaltet wird auch die Bar. Und die Verkleidungen der Heizkörper, die sich als unpraktisch erwiesen haben. „Im Winter ist es immer ziemlich kalt“, sagt die Geschäftsführerin. Finanzieren will Treibhaus die Neugestaltung mit Fördermitteln und den Einnahmen aus einer sogenannten Crowdfunding-Kampagne. Das erste Ziel, 3.000 Euro, sei schon erreicht. Als zweites Ziel sind 5.000 Euro angepeilt. Am Freitag hatten 26 Leute durchschnittlich 71 Euro gegeben. Als Dreingabe gibt es vom Verein für 15 Euro einen Sticker oder für 80 Euro einen „Courage Design Hoodie“. Wer 700 Euro gibt, bekommt die Möglichkeit für eine private Party. Am meisten nachgefragt ist der „Ewige Stammplatz“ für 100 Euro. Von zehn Stammplätzen sind schon sieben weg. Die Einweihung des neu gestalteten Cafés soll am 4. September zum 23. Jahrestag des Vereins erfolgen.

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Anfang Juni will Treibhaus auch langsam wieder mit seinen Veranstaltungen beginnen. „Wir haben dafür ein Hygienekonzept abgestimmt“, sagt Schilling. So wird das Kreativ-Café im Haus der Vielfalt an der Zwingerstraße mit einer begrenzten Anzahl an Teilnehmerinnen wieder begonnen. Arbeiten in der Fahrradwerkstatt und der Siebdruckwerkstatt sind nur mit Einzelpersonen möglich. „Wir werden sehen, was umsetzbar ist“, so Schilling. Wichtig sei auch die Migrantenberatung, die bisher nur via Skype durchgeführt werden konnte. „Unsere Arbeit lebt aber nun mal vom Kontakt mit den Menschen.“

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