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Treppe am Wallpavillon im Zwinger gesperrt

Handwerker restaurieren jetzt den wichtigsten Zwinger-Pavillon. Sie beginnen an der Fassade.

© André Wirsig

Von Peter Hilbert

Bei der Restaurierung im Zwinger geht es gut voran. Wichtige Bereiche des Kronentors sind saniert. Schon lange arbeiten Bauleute in der Sempergalerie. Nun kommt auch der Wallpavillon an die Reihe, teilt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit. Dort sind die ersten Handwerker angerückt. Der bedeutendste Zwinger-Pavillon war 1715 fertiggestellt, bei den Bombenangriffen im Februar 1945 aber schwer zerstört und danach wieder aufgebaut worden. Allerdings ist jetzt eine Restaurierung bitter nötig. Es gibt große Schäden an der Fassade, dem Dach, den Treppenaufgängen sowie an Leitungen. Die ersten Arbeiten haben jetzt begonnen.

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Zum Auftakt müssen Zwinger-Besucher jedoch einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Bis Mitte März muss die Treppenanlage zeitweise, danach bis Mitte April jedoch komplett gesperrt werden. Seit Ende vergangener Woche ist der Zugang erst einmal dicht. Denn es werden die Baustelleneinrichtung und Gerüste aufgebaut, erläutert SIB-Sprecherin Andrea Krieger. Die Besucher werden während der Sperrungen über andere Wege zum Wall umgeleitet. Zuerst restaurieren die Handwerker die Fassade und die Kastenfenster im oberen Bereich. In dem Zuge erneuern sie auch das Dach samt Entwässerung und renovieren den Saal im Obergeschoss. Danach kommen Bauarbeiten an den Treppen der Vorhalle und den Brunnen an die Reihe. Die Walltreppe ist so stark beschädigt, dass sie komplett abgebrochen und neu aufgebaut werden muss. Parallel dazu werden Leitungen im Untergrund saniert. Während der Arbeiten muss die Treppe auch künftig zeitweise immer wieder gesperrt werden.

Bereits im November vergangenen Jahres hatten Fachleute der Zwingerbauhütte Vorarbeit geleistet. Zehn bis zu acht Zentner schwere Sandsteinvasen waren per Kran ausgehoben und in die Werkstatt transportiert worden. Dort werden sie bis zum Sommer restauriert. Am Anfang lagen die Plastiken zweieinhalb Monate lang im Wasserbad, um Salze zu lösen. Die jahrzehntelange Schadstoffbelastung der Luft hatte ihre Spuren hinterlassen.

Schützende Lasur für Vasen

Nun behandeln die Restauratoren die Vasen weiter, verfestigen die Oberfläche mit Kieselsäure und stellen an beschädigten Stellen mit Steinergänzungsmasse wieder alle Details her. Zuletzt erhalten die Sandstein-Kunstwerke dabei eine schützende, ockerfarbene Silikonharzlasur. Im Sommer sollen diese Arbeiten beendet sein.

Für die Sanierung des Wallpavillons investiert der Freistaat rund 4,4 Millionen Euro. Geplant ist, die Arbeiten bis Ende 2017 abzuschließen.