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Treue Fans für „Weihnachten im Schuhkarton“

Nicht nur einmal, sondern immer lautet bei vielen Oberlausitzern die Devise, wenn es um Geschenke für bedürftige Kinder geht.

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© SZ-Archiv / Gärtner

Von Nena Bartsch

Region. Alle Jahre wieder zählen sie zu den fleißigen Päckchenpackern: die Kleinen aus dem Kinderhaus Benjamin in Großschönau. Seit 15 Jahren nimmt die Kita an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teil, über die Geschenke für bedürftige Kinder vor allem in Osteuropa gesammelt werden. „Ungefähr 15 bis 25 Päckchen kommen jedes Jahr bei uns zusammen“, erzählt Uta Erfurt, die Leiterin des Kinderhauses.

Die Kartons werden allerdings zu Hause, mit den Eltern, beklebt und gepackt. „Spielsachen, Mützen, Schulsachen sind ganz wichtig und natürlich was Kleines zum Naschen“, zählt Frau Erfurt auf. Für welches Alter, und ob für Junge oder Mädchen etwas zusammengestellt wird, entscheidet dabei jeder selbst. Frau Erfurt hat aber beobachtet, dass für ältere Jungs, zwischen zehn und 14 Jahren, selten etwas gepackt wird. „Deswegen packe ich selbst zu Hause mit meinen Söhnen für die älteren Jungen“, sagt sie.

Auch Birgit Schmieder, seit 15 Jahren Sammelstellenleiterin für die Aktion in Strahwalde, ist eine begeisterte Freundin von „Weihnachten im Schuhkarton“. „Fast schon von Anfang an packe ich mit“, erinnert sie sich. In guter Erinnerung hat sie ihren Besuch bei der Verteilung der Kartons in Grünberg, Polen. „Es ist schon was Besonderes, zu sehen, warum man das eigentlich macht“, erzählt sie. Auch berichtet sie von der Dankbarkeit vor Ort: „Obwohl diese Leute selbst kaum etwas hatten, buken sie zur Begrüßung einen Kuchen.“ Außerdem bedankten sich die 200 Kinder mit einer kleinen Feier in der Schule. Solche Erlebnisse sind es, die sie in ihrer Arbeit bestärken. „Ich würde immer wieder mitfahren. Solange ich kann, werde ich mich für die Aktion einsetzen.“

Auch Kornelia Kulke ist seit Langem mit von der Partie. Genauso wie Birgit Schmieder ist sie Sammelstellenleiterin, allerdings bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft Zittau. „Der eigentliche Wert des Kartons ist, dass man ein Kind damit glücklich macht und ihm zeigt, das es einem nicht gleichgültig ist“, erklärt sie ihre Sicht. Veränderungen bei der Aktion gab es immer wieder einmal: Zum Beispiel durfte man ein Jahr lang keine Schokolade schenken. Das wird jetzt nicht mehr so strikt gesehen. Allerdings darf es noch immer keine Schokolade mit stückiger Füllung wie Nüssen oder dergleichen sein.

www.geschenke-der-hoffnung.org