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Radeberg

Trickbetrüger erbeuten fast 9.000 Euro

Dafür missbrauchen sie sogar den Namen eines echten Polizisten.

Die Polizei ermittelt gegen Unbekannte, die einen Rentner dreist belogen und ihn um eine hohe Geldsumme gebracht haben.
Die Polizei ermittelt gegen Unbekannte, die einen Rentner dreist belogen und ihn um eine hohe Geldsumme gebracht haben. © Symbolbild: dpa

Trickbetrüger haben am vergangenen Freitag 8.700 Euro von einem 84-Jährigen aus Großerkmannsdorf gestohlen. Das teilt die Polizei mit. Nach Angaben von Katharina Korch von der Polizeidirektion Görlitz schüchterten die Täter den Senior mit einem angeblichen Strafverfahren im Ausland gegen ihn ein. Verschiedene Polizeibeamte und ein angeblicher Staatsanwalt würden ermittelt. Dafür missbrauchten sie den Namen eines echten Polizisten aus der Region.

Zunächst rief ein Mann bei dem Rentner an und gab sich als Polizist vom Polizeistandort Radeberg aus. Weiter behauptete er, dass gegen den Angerufenen ein internationaler Haftbefehl vorläge. Außerdem sei absolute Verschwiegenheit in der Sache notwendig. Zur weiteren Klärung verband der Betrüger zu einem angeblichen Ermittler des Bundeskriminalamtes. Dieser erklärte, nur eine Zahlung des Geldbetrages könne den Haftbefehl abwenden. Die Summe sollte in einem Briefumschlag verschickt werden. Dies tat der Rentner auch. Da es am Polizeistandort tatsächlich einen Beamten mit dem Namen gibt, schenkte der Geschädigte den Forderungen Glauben.

Nachdem der Senior einige Tage später 25.200 Euro für eine angebliche Hauptverhandlung zahlen sollte, wurde er misstrauisch und rief bei der Polizei an. So flog der Schwindel auf. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei in dem Fall. (SZ/td)

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