Merken

Trinkwasser trotz Trockenheit

Die öffentliche Versorgung war 2018 nicht gefährdet – auch in Zukunft soll das so bleiben.

Von Udo Lemke
 2 Min.
Teilen
Folgen
Das trockene Jahr bringt die Versorgung mit Trinkwasser nicht in Gefahr.
Das trockene Jahr bringt die Versorgung mit Trinkwasser nicht in Gefahr. © Claudia Hübschmann

Landkreis. Die Trinkwasserversorgung im Landkreis Meißen erfolgt überwiegend über Grundwasserdargebote. Lediglich im Bereich des Zweckverbandes Brockwitz-Rödern wird über einen Verbund mit der Drewag ebenfalls Wasser aus Talsperren bezogen. Das erklärte auf SZ-Nachfrage Peter Jönsson, der Leiter des Kreisumweltamtes. Wie viel Grundwasser vorhanden ist, wird flächendeckend für den Freistaat Sachsen durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie überwacht.

Das Trockenjahr sorgte für zum Teil erheblich sinkende Grundwasserstände und Defizite in den Oberflächengewässern – und damit auch in den Talsperren als Rückhalteeinrichtungen. „Die öffentliche Wasserversorgung im Landkreis Meißen war im Jahr 2018 dennoch nicht gefährdet.“ Jeder Wasserversorger, ob Kommunen oder Zweckverbände, verfügt über entsprechende Havariepläne für derartige Situationen. In der Regel existieren auch Verbundsysteme innerhalb der Wasserversorgungsgebiete, die das Einspeisen aus verschiedenen Quellen in das Wasserversorgungssystem ermöglichen.

Ungeachtet dessen hat der Freistaat Sachsen, auch in Reaktion auf die derzeitigen klimatischen Entwicklungen, im vergangenen Jahr mit der Erstellung einer Grundsatzkonzeption für die Wasserversorgung begonnen, in die alle Wasserversorger und die entsprechenden Landes- und Kommunalbehörden einbezogen sind. In dieser Grundsatzkonzeption, die 2020 fertiggestellt werden soll, werden auch Maßnahmen untersucht, um auch weiterhin eine stabile und qualitätsgerechte Wasserversorgung sichern zu können.

In der aktuell gültigen Grundsatzkonzeption für die öffentliche Wasserversorgung im Freistaat Sachsen heißt es: „Die Trinkwasserversorgung gehört neben der Energieversorgung, dem Gesundheitswesen, der Ernährung, der Informations- und Kommunikationstechnologie, dem Notfall- und Rettungswesen, dem Katastrophenschutz, dem Transport und Verkehr sowie der Abwasserentsorgung zur kritischen Infrastruktur.“ Sie ist von wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, weil bei ihrem Ausfall oder ihrer Beeinträchtigung „nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“. Für Not- und Krisensituationen gibt es spezielle netzunabhängige Trinkwassernotbrunnen.

Lesen Sie außerdem: Grundwasserstände sinken trotz DezemberregenLaue Nächte und ein mulmiges Gefühl