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Großenhain

Trommelwirbel für die Weihnachtsmarkt-Bühne

Täglich läuft vor dem Großenhainer Rathaus ein unterhaltsames Programm. Das leisten sich nicht viele Städte.

Die Trommelgruppe Hauptpunkt II des Zabeltitzer Spielmannszuges ist am 8. Dezember um 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt zu erleben.
Die Trommelgruppe Hauptpunkt II des Zabeltitzer Spielmannszuges ist am 8. Dezember um 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt zu erleben. © Stadtverwaltung

Großenhain. Wenn Bürgermeister Tilo Hönicke am Sonntag um 15 Uhr den Riesenstollen auf dem Großenhainer Weihnachtsmarkt anschneidet, ist anschließend zur Eröffnung moderner Weihnachtsgrove zu hören.  Die Musiker vom Verein Blaswerk Meißen spielen den Großenhainern und ihren Gästen auf der Bühne ordentlich auf – so wie es bis 22. Dezember täglich vorm Rathaus passieren wird. 

Das Bühnenprogramm vor bzw. nach dem Besuch des Weihnachtsmannes spricht vielfältige Geschmäcker an und kann sich im sächsischen Elbland durchaus sehen lassen. Nicht viele Städte in der Größe leisten sich diesen kulturellen Genuss.

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Großenhain tut es, bringen doch die Aktiven auf der Bühne ihre Fankreise und Angehörigen mit – und damit zusätzliche Besucher auf dem Weihnachtsmarkt. Die Reaktionen des Publikums bestätigen die Organisatoren: Die Kultur wird als schönes Element in der Budenstadt angesehen. „Nicht nur Glühweintrinken und Kräppelchen essen“, so eine Großenhainerin.

Angebote für jeden Geschmack

Von „Girls only“ bis zum Tanzzirkel, von der Singgemeinschaft bis zum Männerchor, vom Keyboard-Orchester Wildenhain bis zum Zabeltitzer Spielmannszug reicht die Palette. „Wir schreiben im Herbst viele Vereine und Künstler an, ob sie auf dem Markt auftreten wollen“, sagt Kulturkoordinator Jörg Withulz. Die technische Betreuung der Bühne wird seit mehreren Jahren einem externen Techniker übertragen.

Besonders freut sich Jörg Withulz über die Oberschule am Kupferberg. Sie ist am 10. Dezember um 16 Uhr zu erleben. Musiklehrerin Zobelt nehme sich dafür immer die fünften und sechsten Klassen und bereitet alljährlich einen liebevollen Auftritt vor. Auch weitere Schulen verdienen Lob.

Die Auftritte einheimischer Laienkünstler werden durch Profis ergänzt, die gern in Großenhain mitwirken. So wird die Theatermanufaktur Heuser aus Dresden am dritten Advent um 16 Uhr das Märchen vom singenden, klingenden Bäumchen als Puppentheater vorführen. Das Gesangsduo Conny Borgwardt und Sebastian Lüdtke präsentiert am vierten Advent seine schönsten Weihnachtslieder. 

Der junge Gitarrist Christian Tripke, gebürtig aus Weinböhla, wird am Nikolaustag gefühlvolle Weihnachtsklänge spielen. Das Puppentheater Glöckchen aus Moritzburg, im Alberttreff schon gern gesehener Gast, zeigt am 21. Dezember, dem vorletzten Tag des Marktes, 15.30 Uhr das Zaubermärchen. Carmen Paulenz ist Diplom-Regisseurin und Garant für gute Kinderunterhaltung.

Abwechslung muss bezahlt werden

Da all diese Angebote kostenfrei für die Weihnachtsmarktbesucher sind, gibt die Stadt – neben einer Beteiligung der Händler in den Buden – einen erheblichen Zuschuss für das Programm aus. „Wir sind deshalb wieder auf Unterstützung in verschiedenster Form angewiesen“, so Jörg Withulz. Geld- und Sachspenden von Firmen und Privatleuten werden vorrangig für das Kulturprogramm verwendet. 1.000 Euro erhält die Stadt vom Kulturamt des Landkreises. Die Sparkasse und der Verkehrsverbund unterstützen seit Jahren.

Um die Innenstadt nicht gänzlich zuzuparken, werden Besucher gebeten, die Großparkplätze an der Beethovenallee, Meißner Straße, Weberallee und Dresdner Straße zu nutzen – auch mit Rücksicht auf die Innenstadtbewohner.

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