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Görlitz

Trotz Gewitter zu trocken

Acht Regentage hat Görlitz für den Juli zu verbuchen. Aber die brachten viel zu wenig Wasser für die Natur.

Sieht so aus, als könnten gleich ein paar Regentropfen fallen. Aber insgesamt war der Juli dennoch zu trocken. © Leserfoto: Wolfgang Breitkopf

Wieder zu warm: Auf eine Durchschnittstemperatur von 19,4 Grad Celsius kam der Juli in Görlitz. Normal wären nach dem langjährigen Mittel 17,3 Grad, sagt Florian Engelmann, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). „Bei zwei Grad kann man bereits von einer deutlichen Abweichung sprechen“, sagt er. 16 Sommertage mit 25 Grad und mehr hatte Görlitz sowie fünf heiße Tage. Das heißt, dass das Thermometer die 30-Grad-Marke erreicht. Hitzewellen, erklärt Florian Engelmann, sind erst mal nicht ungewöhnlich. Wenn sie aber mehrfach und in solch langen Phasen auftreten, „dann ist das doch bemerkenswert“.

Der heißeste Tag war der 25. Juli, voriger Donnerstag, mit 35,1 Grad. Für Görlitz war das kein Rekord, aber andernorts: An 25 Wetterstationen deutschlandweit wurden am Donnerstag vergangener Woche über 40 Grad gemessen, in Lingen in Niedersachsen sogar 42,6 Grad. „Ostsachsen ist da glimpflich davongekommen“, sagt Florian Engelmann. Den Görlitzer Juli-Temperatur-Rekord hält weiterhin der 28. Juli 2013 mit 35,9 Grad. Viel Sonne begleitete die Wärme, aber auch hier: keine Rekordwerte. 221,7 Sonnenstunden sind das langjährige Mittel für Görlitz. In diesem Juli gab es 249,7 Sonnenstunden. Das ist zwar mehr als üblich, kommt aber bei Weitem nicht an den Juli 2006 heran, damals mit 357 Sonnenstunden.

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Ab und an wurde es auch recht frisch. In der Nacht zum 3. Juli sank das Thermometer auf 8,2 Grad. Der kälteste Tag war der 9. Juli mit einem Höchstwert von 17,5 Grad. Geregnet hat es in Görlitz laut DWD an acht Tagen. Trotzdem war es viel zu trocken. Im Mittelwert fallen in einem Juli in Görlitz 70,1 Liter Regen pro Quadratmeter. In diesem Juli waren es lediglich 44,4 Liter pro Quadratmeter, also nur rund 63 Prozent des üblichen Wertes. Die Wohnungsgenossenschaft Görlitz (WGG) hatte über Facebook ihre Mieter sogar gebeten, den Bäumen und Sträuchern im Wohnumfeld einen Schluck Wasser zu spendieren. „So schön es für unsere Ferienkinder und Urlauber ist, dass die Sonne es gut mit uns meint – die Natur leidet unter der anhaltenden Trockenheit und den hohen Temperaturen“, schreibt die WGG.

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