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Großenhain

Trotz Sektlaune mal den Kopf einschalten

SZ-Lokalreporterin Catharina Karlshaus über die traurigen Reste von Silvester. Ein Kommentar.

Catharina Karlshaus
Catharina Karlshaus ©  SZ-Fotomontage

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Großenhainer Land ist im bundesweiten Vergleich an diesen ersten Januartagen gewiss nicht das schmutzigste! Auch wohnen hier keinesfalls nur Banausen, denen die Verwendung von Kehrschaufel und Besen gänzlich fremd ist. Und ausschließlich grobschlächtige Leute, deren zerstörende Handschrift gesprengte Briefkästen tragen, begegnet man auch nicht. Nein. Mit den Überbleibseln ihrer Silvesterfeiern befinden sich die Großenhainer durchaus in guter Gesellschaft mit Städten wie Riesa, Dresden oder Berlin.

Allerdings: Angesichts der Berge von Müll, nicht entsorgten Resten von Böllern, Raketen und Flaschen sind derlei Vergleiche wenig schmeichelhaft. Ganz zu schweigen von all den demolierten Papierkörben, eingeworfenen Scheiben oder angezündeten Containern. Denn gleich nun, ob einfach zurückgelassen oder mutwillig beschädigt: Es ist traurig und beschämend, wie achtlos mit fremdem Eigentum umgegangen wird. Wie öffentliche Straßen und Plätze zur dreckigen Hinterlassenschaft einer einzigen Nacht werden. Eine, die überflüssige Kosten produziert, welche an anderer Stelle gut und besser eingesetzt werden könnten.

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Insofern: In gut zwölf Monaten einfach mal den Kopf einschalten und sich gleichzeitig vorstellen, wie begeisternd eine zugemüllte Wohnung oder ein eingetretener Zaun sein würden. Gar nicht, oder?

E-Mail an Catharina Karlshaus

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