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Politik

Trump droht Frankreich mit Zöllen

Noch vor seiner Abreise drohte der US-Präsident mit Strafzöllen auf Wein. Tausende demonstrieren gegen den Gipfel.

Demonstranten marschieren mit Flaggen und Plakaten während eines Protests gegen den G7-Gipfel.
Demonstranten marschieren mit Flaggen und Plakaten während eines Protests gegen den G7-Gipfel. © Bob Edme/AP/dpa

Biarritz. Vor Beginn des G7-Gipfels der wichtigen Industriestaaten in Biarritz ist US-Präsident Donald Trump in Frankreich eingetroffen. Der Präsident und First Lady Melania Trump landeten am Samstagmittag in dem südwestfranzösischen Badeort, nachdem sie in Bordeaux in ein kleineres Flugzeug umgestiegen waren.

Vor seiner Abreise aus Washington hatte Trump die französische Digitalsteuer erneut scharf kritisiert und dem G7-Gastgeberland mit Konsequenzen gedroht. Er warnte, die USA würden Wein der Franzosen mit Strafzöllen belegen "wie sie es noch nie gesehen haben".

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Nach Angaben aus dem Weißen Haus will Trump die von Frankreich beschlossene Digitalsteuer bei einem bilateralen Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Biarritz ansprechen. Die USA kritisieren, die Steuer ziele auf US-Technologieunternehmen ab.

Dennoch sagte Trump vor seinem Abflug, er habe eine gute Beziehung zu Macron und freue sich auf den Besuch beim G7-Gipfel. Der Konflikt mit Frankreich ist jedoch nur eines von vielen Streitthemen, die bei dem Gipfel aufkommen dürften.

Trump plant in Biarritz diverse bilaterale Treffen, darunter auch eines mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industriestaaten - Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, USA, Kanada und Japan - kommen bis Montag in Biarritz zusammen. 

Tausende Menschen haben gegen den Gipfel in Biarritz demonstriert. Zu der von den Behörden genehmigten Kundgebung in Hendaye an der Grenze zu Spanien hatten Dutzende Gruppen aufgerufen, unter anderem Globalisierungsgegner.

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Der Protest in Hendaye verlief am Samstag zunächst friedlich, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Unter den Demonstranten seien auch einige Vertreter der Protestbewegung "Gelbwesten" gewesen. Diese hatte insbesondere zu Jahresbeginn gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron protestiert, dabei war es auch zu Krawallen gekommen. (dpa)

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