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Politik

Trump droht Iran mit Angriffen

Boote der Revolutionsgarden sollen sich amerikanischen Kriegsschiffen gefährlich genähert haben. Der US-Präsident lässt sich das nicht gefallen.

Donald Trump, Präsident der USA, während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
Donald Trump, Präsident der USA, während einer Pressekonferenz im Weißen Haus. © Alex Brandon/AP/dpa

Washington. Nach einem Zwischenfall im Persischen Golf hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden gedroht. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, er habe die US-Marine angewiesen, alle iranischen Boote zu zerstören, die amerikanische Schiffe bedrängen.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte die US-Marine mitgeteilt, elf Boote der Iranischen Revolutionsgarden hätten sich wiederholt "gefährlich" und "provozierend" amerikanischen Kriegsschiffen genähert. (Fotos des Zwischenfalls)

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In der Mittelung hieß es, die Boote hätten sich den sechs US-Schiffen im Norden des Persischen Golfes mit hoher Geschwindigkeit teils bis auf etwa neun Meter genähert. Das US-Militär habe mit Ausweichmanövern eine Kollision verhindert. Die Boote der iranischen Militäreinheit hätten während des etwa eine Stunde langen Zwischenfalls weder auf Funksignale noch auf Warnsignale reagiert. Mit ihrem provozierenden Verhalten hätten sie gegen Sicherheitsregeln der Schifffahrt und gegen internationales Recht verstoßen.

Der Zwischenfall ereignete sich den US-Angaben zufolge in internationalen Gewässern während einer Übung, an der auch Kampfhubschrauber des Typs Apache beteiligt waren. Die USA haben Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft.

Die Revolutionsgarden (IRGC) schossen am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Militärsatelliten ins Weltall. Irna berichtete, der Satellit "Nur-1" (Licht-1) sei erfolgreich in eine Umlaufbahn von 425 Kilometern Höhe gebracht worden. Die USA und Israel sehen das iranische Satellitenprogramm allgemein kritisch, weil sie befürchten, dass der Iran die Raumfahrttechnik zum Bau militärischer Langstreckenraketen nutzen könnte. (dpa)

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