merken

Wirtschaft

Trump fordert Handelsgespräche mit EU

Laut dem US-Präsidenten wurde die EU geschaffen, um die USA schlecht zu behandeln. Das will Trump nun ändern.

Donald Trump ärgert, dass die USA weniger in die EU exportieren als umgekehrt.
Donald Trump ärgert, dass die USA weniger in die EU exportieren als umgekehrt. © Patrick Semansky/AP/dpa

Washington. Nach dem Teilabkommen mit China wird sich die US-Regierung nach den Worten von Präsident Donald Trump als nächstes auf "sehr ernsthafte" Verhandlungen mit der EU konzentrieren. Europa behandle die Vereinigten Staaten "sehr schlecht", klagte Trump am Montag im Weißen Haus. "Die Europäische Union wurde wirklich geschaffen, um uns schlecht zu behandeln", behauptete Trump. Die EU müsse einem neuen Handelsabkommen zustimmen, forderte er.  

Die EU sei nun nach den Verhandlungen mit China und anderen Staaten an der Reihe, erklärte Trump. "Ich wollte nicht die ganze Welt zur gleichen Zeit machen", sagte der Präsident bei einem Treffen mit US-Gouverneuren. Trump hatte bereits im Januar beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos Druck auf die EU gemacht.  

Anzeige
In den Ferien noch nichts vor?

Mit einem Klick finden Sie Ferientipps und Freizeitangebote in Ihrer Nähe. Nie wieder Langeweile!

Trump ärgert es, dass die EU-Staaten mehr in die USA exportieren als umgekehrt. Das Handelsdefizit sei "in den letzten 10 bis 12 Jahren enorm" gewesen, klagte Trump. Die EU und die USA sind füreinander sehr wichtige Handelspartner. 2018 haben sie Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 1,3 Billionen US-Dollar ausgetauscht. Der Wert der EU-Exporte war dabei um 109 Milliarden US-Dollar größer als die Ausfuhren der USA nach Europa. (dpa)