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Politik

Trump kündigt Besuch in Deutschland an

Der US-Präsident war seit seinem Amtsantritt noch nicht zu bilateralen Gesprächen in Deutschland. Das will er nun "sehr bald" nachholen.

Am Rande des G-7-Gipfels kamen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Donald Trump zu bilateralen Gesprächen zusammen.
Am Rande des G-7-Gipfels kamen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Donald Trump zu bilateralen Gesprächen zusammen. © Michael Kappeler/dpa

Biarritz. US-Präsident Donald Trump will in Kürze Deutschland besuchen. Er werde "sehr bald" nach Deutschland kommen, sagte er am Montag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und fügte hinzu: "Ich habe Deutsches in meinem Blut." Trumps Vorfahren kommen aus Kallstadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Merkel hatte zuvor erklärt, sie habe Trump bereits vielfach eingeladen.

Wenn er das nächste Mal nach Deutschland kommt, könnte neben seinen politischen Gesprächen auch ein Besuch in der Heimat seiner Vorfahren auf seinem Programm stehen. US-Botschafter Richard Grenell hatte einen Besuch des 73-jährigen Trumps in Kallstadt bereits im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt. "Ich weiß nicht wann, aber er hat mir gesagt, dass er kommen und den Heimatort seiner Familie sehen will", sagte er im Dezember.

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Hinter den Kulissen der Saftpressen

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Trumps Großeltern väterlicherseits stammten aus Kallstadt. Das Dorf mit seinen etwa 1.200 Einwohnern zählt zu den bekanntesten Weinorten in der Pfalz. Trump war noch nie dort. 

Trump war seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 noch nicht zu einem bilateralen Besuch in Deutschland. Frankreich und Großbritannien hat er dagegen schon jeweils zwei Mal besucht. Auch nach Polen reist er nächstes Wochenende zum zweiten Mal.

In Deutschland war Trump lediglich zum G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 und dann im Dezember bei einem kurzen Zwischenstopp auf dem US-Stützpunkt in Ramstein auf dem Rückweg aus dem Irak.

Die USA und Deutschland seien so enge Partner, "dass ein Besuch des US-Präsidenten hier immer willkommen ist", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Die Bundesregierung würde einen solchen Besuch sehr begrüßen.

"Sie ist eine brillante Frau"

Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Biarritz unterdessen mit Lob überhäuft. "Sie ist eine brillante Frau", sagte Trump am Montag bei einem gemeinsamen Treffen auf dem G7-Gipfel. Sie verstehe alles genau und wisse vieles bereits, bevor die meisten anderen es wüssten, rühmte Trump weiter.

Auf die Frage, ob Trump besorgt sei, dass mit Merkel möglicherweise bald die einzige Frau der G7-Chefs abtritt, insistierte Merkel direkt. "Ich bin noch hier", sagte die Kanzlerin auf Englisch. Trump stärkte ihr den Rücken: "Sie könnte Sie überraschen", sagte er zu den Journalisten. Er wäre vorsichtig mit solchen Spekulationen.

Das Treffen der beiden mit der Presse lief sehr entspannt ab, beide lachten und wirkten gelöst. In der Vergangenheit verliefen die Treffen von Merkel und Trump eher nüchtern und kühl. (dpa)