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Böller-Verkauf wird eingeschränkt

Bisher sind Feuerwerkskörper in Tschechien ganzjährig erhältlich. Doch damit soll schon bald Schluss sein.

© dpa

Dresden. In Tschechien soll der Verkauf von Feuerwerkskörpern künftig nur noch an wenigen Tagen im Jahr erlaubt sein. „Wir streben einen Verkauf nur für etwa eine Woche pro Jahr an, um besser kontrollieren zu können, was verkauft wird“, sagte der tschechische Justizminister Robert Pelikán am Dienstag bei einem Besuch in Dresden. Welche Feuerwerkskörper künftig verboten werden, sei aber noch zu klären.

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In Tschechien sind Feuerwerkskörper bisher ganzjährig erhältlich. Vor allem auf den Grenzmärkten decken sich sächsische Kunden regelmäßig mit teils hoch gefährlicher und in Deutschland illegaler Feuerwerkstechnik ein. Zunehmend dienten Feuerwerkskörper zur Verübung von Straftaten, so das Justizministerium.

Pelikán hatte auf Einladung seines sächsischen Amtskollegen Sebastian Gemkow die Justizvollzugsanstalt Dresden besucht. Tschechien beklagt eine hohe Rückfallquote von 70 Prozent und sucht nach Wegen für eine bessere Wiedereingliederung.

Nach einer Amnestie 2013 sind die Gefängnisse schon wieder überfüllt. Möglicherweise muss Tschechien aber bald Sachsen helfen. Denn die rasant steigende Zahl von Drogenabhängigen im Vollzug stelle die Haftanstalten vor völlig neue Herausforderungen, so Staatsminister Gemkow. Hauptdroge sei zunehmend Crystal.

Dem müsse mit speziellen Konzepten wie Drogentherapien in der JVA Zeithain begegnet werden. „Sonst droht uns ein Anstieg der Rückfallquote“, so der Minister. „Mit Crystal im Vollzug hat Tschechien leider traurige Erfahrungen“, konstatierte sein Amtskollege Pelikán und bot Hilfe an. (stn)