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Vogelgrippe erreicht Grenzregion

Tierärzte haben das Virus in fünf toten Wildschwänen nachgewiesen. Damit breitet es sich in Tschechien immer weiter aus.

Ein Tierarzt nimmt nach dem Auftreten der Vogelgrippe die Untersuchungen auf einer kleinen Farm in der Region Chrudim in Tschechien auf.
Ein Tierarzt nimmt nach dem Auftreten der Vogelgrippe die Untersuchungen auf einer kleinen Farm in der Region Chrudim in Tschechien auf. © David Taneèek/CTK/dpa

Die ersten Fälle der Vogelgrippe sind nun auch in der Region Liberec (Reichenberg) aufgetreten. So konnten Tierärzte das H5N8-Virus bei fünf toten Wildschwänen nachweisen, die sie am Teich Velký Písečák in Příšovice (Prischowitz) bei Turnov (Turnau) fanden. Das bestätigt Petr Majer von der staatlichen Veterinärverwaltung gegenüber dem Nachrichtenportal idnes.cz. Dies ist der sechste Fall bei Wildvögeln in Tschechien. "Bisher stammen alle diesjährigen positiven Ergebnisse aus Südböhmen."

Erst vorige Woche teilten Tierärzte mit, dass sich die Krankheit auf die Region Pilsen ausgeweitet habe . Sie mussten daraufhin am Wochenende über 20 Hühner in Letiny (Lettin) töten. Am Montag richteten die Tierärzte mit den Gemeindebehörden eine bis zu zehn Kilometer große Schutz- und Überwachungszone ein, die 30 Tage aufrechterhalten wird. Auch in Süd- und Mittelböhmen sowie in der Region Pardubice (Pardubitz) sind bereits Fälle aufgetreten.

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Ende 2020 führte die Veterinärverwaltung strengere Kontrollen für Geflügelfarmen und Lebensmittelunternehmen in der Region Liberec ein. Der Grund: In Polen war bereits im Dezember die Vogelgrippe erneut ausgebrochen, insbesondere in der Woiwodschaft Großpolen. In der Region Liberec trat sie zuletzt 2017 in Kadeřavec auf - ebenfalls bei Wildvögeln. Tierärzte mussten daraufhin Zucht-Tauben, Hühner und Gänse töten. Das Virus konnte auch bei einem der Schwäne im Liberecer Zoo nachgewiesen werden. Der musste daraufhin mehrere andere Vögel töten.

Wildvögel gelten als natürliche Überträger des Virus. Während der aktuellen Vogelwanderung steigt das Risiko einer Übertragung der Krankheit erheblich, wenn Schwärme vor dem Winter in wärmere Landschaften ziehen. Um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, muss der Gesundheitszustand des Geflügels überwacht und alle verdächtigen Anzeichen, wie plötzliche Todesfälle, eine verringerte Nahrungsaufnahme oder kürzere Legezeit, unverzüglich der tierärztlichen Verwaltung gemeldet werden. Machen das Landwirte nicht, müssen sie mit einer Geldstrafe rechnen.

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