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Doch noch dreiarmige Dreiländer-Brücke?

Die Partnerstädte Bogatynia, Hradek und Zittau sollen sich nun mit der Petition eines Zittauers beschäftigen und die Frage klären.

Horst Schiermeyer aus Zittau kämpft für eine dreiarmige Brücke am Dreiländereck. Vorgesehen ist derzeit nur eine normale zwischen der tschechischen und der deutschen Seite.
Horst Schiermeyer aus Zittau kämpft für eine dreiarmige Brücke am Dreiländereck. Vorgesehen ist derzeit nur eine normale zwischen der tschechischen und der deutschen Seite. © Montage: SZ-Bildstelle

Das letzte Wort über die Gestaltung der geplanten Brücke am Dreiländereck bei Zittau ist offenbar noch nicht gesprochen. Der Technische und Vergabeausschuss des Zittauer Stadtrates hat sich am Donnerstag mit einer Petition des Zittauers Horst Schiermeyer beschäftigt. Er fordert, dass sich die Stadt weiterhin für eine dreiarmige Brücke einsetzen soll und macht einen Vorschlag, wie das zu realisieren sein könnte.

Der Ausschuss kam auf Vorschlag von Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) zu dem Entschluss, dass er die Eingabe von Schiermeyer nicht allein bearbeiten kann, weil sie auch die Partnerstädte Hradek (Grottau) und Bogatynia (Reichenau) in den beiden Nachbarländern Tschechien und Polen betrifft. Der Ausschuss beauftragte Zenker, das Problem zum "Gemeinsamen Rat der Städte" mitzunehmen.

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Die im Kleinen Dreieck verbundenen drei Partnerstädte arbeiten seit 17 Jahren an der Idee einer Dreiländerbrücke. Diverse Entwürfe wurden diskutiert und verworfen. In den letzten Jahren ging es um eine dreiarmige, die alle drei Länder verbindet. Sie scheiterte unter anderem an den nicht in Einklang zu bringenden Bau- und Wassergesetzen der drei Länder und an den während der Planungen enorm gestiegenen Kosten, weil sich eine so große Brücke nicht problemlos in den Schwemmsand der Neiße bauen lässt.

Polen und Tschechen hatten die Reißleine gezogen und sich vom dreiarmigen Entwurf verabschiedet. Zittau schloss sich dem an - obwohl allen drei Partnern eine dreiarmige Brücke wegen der Symbolkraft immer noch am liebsten wäre. Diese Symbolkraft vermisst auch Schiermeyer bei der nun zur Diskussion stehenden Brücke, die nur noch die deutsche und die tschechische Seite verbinden soll.

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