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Tote aus dem Zittauer Gebirge: Nun liegt erstes Gutachten vor

Die Gerichtsmedizin hat sich mit der Frauenleiche befasst, die im Februar auf tschechischer Seite gefunden wurde. Doch immer noch bleiben Fragen offen.

Von Petra Laurin
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Symbolbild
Symbolbild © Symbolbild/Patrick Seeger/dpa

Ein Gutachten der Gerichtsmedizin hat weiteren Aufschluss zu der im Februar gefundenen Leiche auf tschechischer Seite des Zittauer Gebirges gebracht. Demnach konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich um eine Frau handelt. Zudem fanden die Mediziner keinen Anhaltspunkt, dass andere Personen sie getötet haben. Allerdings ist weiter unklar, welche Verletzungen zu ihrem Tod führten.

Möglicherweise handelt es sich bei der Leiche um Christiane Herzig, die seit dem 9. Juni vorigen Jahres spurlos verschwunden ist. Der Grund, warum sich auch die Kriminalpolizei in Görlitz für den Fall interessiert. Die Spur der 32-Jährigen verliert sich in Waltersdorf im Ortsteil Herrenwalde, wo auf einem Wanderparkplatz ihr Auto stand. Die weibliche Leiche lag auf dem Gebiet der tschechischen Nachbargemeinde Dolní Podluží (Niedergrund).

Doch die Bezirkspolizei Ústí nad Labem konnte die Leiche bisher nicht eindeutig einem Vermisstenfall zuordnen. Das sei wegen der geringen Zahl signifikanter Erkennungsmerkmale nicht möglich, erklärte Kommissar Daniel Vítek mit Blick auf ein Röntgenbild der Zähne. Aus diesem Grund hat die Polizei eine DNA-Analyse beantragt. Die Schlussfolgerungen dieses Gutachtens liegen jedoch noch nicht vor. Unklar ist auch, wann mit Ergebnissen zu rechnen ist.

Der Fund einer weiblichen Leiche auf dem Gebiet der tschechischen Nachbargemeinde Dolní Podluží (Niedergrund) im Februar dieses Jahres könnte womöglich Gewissheit über den Verbleib der jungen Frau bringen.