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Corona: Höchste Risikostufe in Liberec

Die Situation in der Region ist deutlich schlimmer geworden. Nach Lockerungen gelten nun wieder strengere Maßnahmen - mit einer Silvester-Ausgangssperre.

Symbolbild
Symbolbild © Dalibor Glück/CTK/dpa

Die Corona-Situation in der Region Liberec (Reichenberg) verschlimmert sich zusehends. Die Zahl der Menschen steigt, die positiv getestet werden, ins Krankenhaus müssen oder daran sterben. Allein während den vergangenen sieben Tagen sind 2.118 Corona-Fälle dazugekommen. Das ist ein Drittel mehr als in der Woche zuvor.

Der Risikoindex ist auf 81 von 100 gestiegen. Das entspricht der fünften und damit höchsten Risikostufe des in Tschechien geltenden Warnsystems, nachdem Maßnahmen verschärft oder gelockert werden. Die Situation sei anstrengend und für viele stressig, sagt Hauptmann Martin Puta. "Wir müssen aber rücksichtsvoll sein und Geduld haben." Die kommenden freien Tage sollten die Menschen nutzen, um die Kontakte einzuschränken.

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Geschäfte bleiben geöffnet

Tschechien selbst ist am Freitag von der dritten in die vierte Corona-Risikostufe übergegangen. Nach zwei Wochen der Lockerungen sind von nun an wieder Restaurants, Cafés, Hotels und Pensionen geschlossen. Ebenso Schwimmhallen, Fitnesszentren, Museen, Galerien und Bibliotheken. Gaststätten dürfen Speisen und Getränke nur noch über ein Ausgabefenster verkaufen. Die Geschäfte und Dienstleister dürfen dieses Mal aber geöffnet bleiben.

Ebenso gilt nun ein Ausgehverbot zwischen 23 und 5 Uhr - auch während der Silvesternacht. Unter freien Himmel dürfen höchstens sechs Menschen zusammenkommen. Beschränkt ist auch die Teilnahme bei Gottesdiensten, gesungen werden darf nicht mehr in der Kirche. Die Schüler haben am Freitag ihre zweiwöchigen Ferien gestartet. "Man kann nur mit weiterer Verschärfung rechnen", so Puta.

Ab Freitag sollten auch die kostenlosen Massentests in Tschechien beginnen. Die laufen aber bereits seit Mittwoch. Mehr als 1.000 Personen aus der Region Liberec haben sich testen lassen. Positiv waren 7,6 Prozent davon, die in Quarantäne mussten. "Während der Feiertage wollen wir Oma zu uns nehmen, deswegen möchten wir eine Sicherheit haben", sagt beispielsweise Marcela Vaničková aus Jablonec nad Nisou (Gablonz), die den Test schon hinter sich hat.

Seit März haben in der Region Liberec 27.408 Menschen ein positives Testergebnis erhalten, davon gelten 23.380 als genesen. Während der vergangenen Woche starben 41 Menschen. Seit März 356. Das Durchschnittsälter der Opfer liegt bei 78 Jahren. Das Durchschnittsalter der Betroffenen, die ins Krankenhaus kommen, liegt bei 72 Jahren.

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