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Corona: Liberec wartet auf den Impfstoff

Diese Woche sollten die Impfungen für das medizinische Personal in der Region starten, doch das ist nicht passiert. Und wann kommt der Rest der Bevölkerung?

Medizinisches Personal versorgt eine Corona-Patientin auf der Intensivstation des Krankenhauses in Liberec.
Medizinisches Personal versorgt eine Corona-Patientin auf der Intensivstation des Krankenhauses in Liberec. © Archiv/Radek Petrácek/CTK/dpa

Noch ist der Corona-Impfstoff nicht in der Region Liberec (Reichenberg) angekommen. Dabei sollte er bereits seit Montag verabreicht werden. "Wir haben keine Ahnung, wann er ankommen wird", sagt Hauptmann Martin Puta gegenüber dem Nachrichtenportal idnes.cz. "Wir wissen nur, dass wir in der ersten Charge 975 Impfstoffe erhalten." Diese gehen an das Krankenhaus in Liberec. Nach Angaben von Martin Puta wird das medizinische Personal aller vier Kliniken in der Region geimpft, das sich um Corona-Patienten kümmert. Vorrang haben auch Mitarbeiter des regionalen Rettungsdienstes, die während des Transports mit infizierten Patienten in Kontakt kommen.

Ab dem 1. Februar 2021 hofft der Hauptmann, dass ausgewählte Bevölkerungsgruppen geimpft werden können. Darunter zählen alle Bewohner über 65 Jahre und Personen mit Gesundheitsrisiken. "Aber es wird definitiv nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein", so Martin Puta. Er verweist auf die Worte des Gesundheitsministers Jan Blatný, dass der Impfstoff ab Mai 2021 für alle zugänglich sein könnte.

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In den Weihnachtsferien hat die Region Liberec 503 neu bestätigte Corona-Fälle zu verzeichnen, das sind 161 Fälle weniger als in der Vorwoche. Derzeit ist sie in der vierten von fünf Risikostufen, wonach Maßnahmen gelockert oder verschärft werden. Doch schon jetzt ist klar, dass die Zahlen wieder steigen. "Der Rückgang über Weihnachten ist auf eine geringere Anzahl von Tests und auch darauf zurückzuführen, dass Schulferien sind", sagt der Direktor der regionalen Hygienestation, Vladimír Valenta.

Die Bettenkapazität in der Region reicht bisher noch aus. Bis Montag waren 39 Intensivbetten und 204 Akutbetten belegt. Derzeit gibt es 337 Infizierte im Gesundheitswesen, zehn Prozent mehr als vorige Woche. "Es ist zu sehen, dass die Zahl wieder wächst ", sagte Vladimír Richter, regionaler Abgeordneter für das Gesundheitswesen. Deshalb will die Region die Armee bitten, ihre Hilfe auszuweiten. Aktuell helfen 26 Soldaten den Sanitätern in der Region. Sie sollen bis zum Ende des Ausnahmezustands bleiben, das heißt bis zum 22. Januar 2021.

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