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Liberec: 34 Corona-Tote in einer Woche

Die Region meldet immer noch täglich Hunderte neue Infizierte. Freiwillige helfen in Krankenhäusern aus. Für sie werden nun auch Kurse angeboten.

Helfer werden nun geschult im richtigen Umgang mit Corona-Patienten.
Helfer werden nun geschult im richtigen Umgang mit Corona-Patienten. © Archiv kraj-lbc

In der Region Liberec sind am Sonntag 258 neue Corona-Fälle dazugekommen, ein Drittel weniger als am Sonntag vor einer Woche. Auch die Anzahl der Verstorbenen wächst. So gab es am Sonntag sieben weitere Todesfälle. Seit März sind in der Region schon 89 Menschen gestorben, die mit Corona infiziert waren, davon allein 34 vorige Woche. Die Zahlen veröffentlichte das Gesundheitsministerium am Montag auf seiner Webseite.

"Neue Fälle von Infizierten gibt's nun in Kindertages-Einrichtungen", sagt der Direktor der Hygiene-Station Vladimír Valenta. Täglich werden in der Region rund 2.000 Menschen getestet und davon 600 Neuinfizierte gemeldet. "Der Zuwachs hat sich endlich etwas gebremst, wir wollen nun positiv in die Zukunft schauen", sagt Hauptmann Martin Půta.

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In Krankenhäusern der Region befinden sich rund 370 Personen, einen Monat zuvor waren es 23 Menschen. Auf der Intensivstation sind 61 von 74 Plätzen belegt. Die Kapazität in den Krankenhäusern ist zurzeit ausreichend, es gibt noch 100 freie Betten. Mangel besteht an Personal. In den Kliniken helfen 270 Freiwillige und Soldaten aus. Die Technische Universität in Liberec (TUL) schickte in die Krankenhäuser der Region sowie Kliniken in Prag, Mladá Boleslav (Jung Bunzlau) und Karlovy Vary (Karlsbad) 77 Studenten zur Aushilfe, die eine Ausbildung im Rettungsdienst und in der Krankenpflege machen.

Gemeinsam mit dem Roten Kreuz organisiert die Universität auch eine Reihe von Kursen für Freiwillige. Die Schulung ermöglicht ihnen als Betreuer in Sozialeinrichtungen und Altersheimen auszuhelfen. Auch dort fehlt rund 20 Prozent des Personals. Bislang sind fünf Kurse vorgesehen. "Die Teilnehmer lernen, wie sie Patienten hygienisch versorgen, ein Wundliegen verhindern und mit ihnen kommunizieren können", sagt Ondřej Hradec, Direktor des Regionalbüros des Roten Kreuzes.

Der Kurs dauert acht Stunden und ist kostenlos. Die Schutzmaßnahmen ermöglichen pro Tag nur zehn Freiwillige zu schulen. "In jeden Lehrraum dürfen nur fünf Personen und der Lektor sein", erklärt Ondřej Hradec.

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