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Corona: Wie das Impfen in Liberec läuft

Bisher haben sich 3.840 Menschen in der Region impfen lassen. Doch das kann und will nicht jeder. Nun heißt es vor allem eins: Geduld haben.

Symbolbild
Symbolbild © Matthias Weber

In der Region Liberec (Reichenberg) haben sich bisher nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3.840 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Seit dem Wochenende sind auch alle Personen in Altenheimen und Sozialeinrichtungen damit durch. Von fast 3.200 Betroffenen erhielten 2.340 die nötige Spritze. "Alle anderen nicht, weil sie nicht gesund waren oder die Pandemie vor Kurzem bekämpften und nun 90 Tage auf den Impfstoff warten müssen", sagt Regional-Sprecher Filip Trdla.

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Dieser fehlt in der Region. Deshalb wird weniger geimpft als geplant und nur in Krankenhäusern. Größere Impfzentren sollen ab 1. Februar öffnen. Voraussichtlich wird das aber nicht vor März, möglicherweise April passieren. Das größte Zentrum mit einer täglichen Kapazität von 1.200 Personen entsteht in der Eishockey-Arena in Liberec. In Tschechien liegt das öffentliche Impf-Interesse bei 58 Prozent, auch in den Krankenhäusern ließ sich nur die Hälfte des Gesundheitspersonals spritzen.

Seit Mitte Januar läuft die Registrierung für Senioren über 80 Jahre. "Wir sind bereit, den Senioren bei der Terminvergabe zu helfen", sagt Bürgermeister Jaroslav Zámečník. Manche Städte wie Liberec und Nový Bor (Haida) bieten zusätzlich noch Hilfe beim Transport an, durch den Regionalverband des Tschechischen Roten Kreuzes, die freiwillige Feuerwehr sowie die Polizei. Die Immunisierung der Menschen ab 80 Jahre soll Ende Februar enden, doch auch wegen des fehlenden Impfstoffs passiert das erst Ende März. Dadurch werden sich auch jüngere Menschen erst später impfen lassen können.

Weniger Krankenhaus-Aufenthalte

Seit März 2020 hat die Region Liberec 43.104 Corona-Fälle registriert. Gesund sind inzwischen wieder 36.736 Personen, gestorben 609 Menschen, davon 40 allein vorige Woche. Während des Wochenendes gab es 325 Neuinfektionen, etwa 50 weniger als vor einer Woche.

Tschechien rechnet frühestens Mitte Februar mit einer Lockerung des Lockdowns. Bis dann könnte die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern unter 3.000 gesunken sein, aktuell sind es nach den Daten des Gesundheitsministeriums 5.741 Personen. Damit ist ihre Zahl erstmals im Januar unter 6.000 gefallen. Im Corona-Risikosystem waren am Samstag 69 von 100 Punkten erreicht. Damit liegt Tschechien seit elf Tagen auf der vierten von fünf Risikostufen. Allerdings gelten durch die Entscheidung der Regierung weiter die Regelungen, die dem höchsten Rang entsprechen.

Diese hat den Lockdown in Tschechien wegen der Corona-Lage am 27. Dezember verschärft. Seither sind wieder alle Gastbetriebe geschlossen sowie all jene Geschäfte, die keine notwendigen Waren wie Lebensmittel, Medikamente oder Drogerieartikel verkaufen. Außerdem mussten auch die Grundschulen wieder zum Fernunterricht übergehen. Zudem gilt eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr.

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