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Corona: So ist die Lage der Region Liberec

Seit Montag gibt's in Tschechien Risikobewertungen, nach denen Maßnahmen gelockert oder verschärft werden.

Hygieniker nutzen zwei Klassenzimmer der Technischen Universität, um Neuinfizierte zu kontaktieren.
Hygieniker nutzen zwei Klassenzimmer der Technischen Universität, um Neuinfizierte zu kontaktieren. © Archiv TUL

Schon seit zehn Tagen geht die Zahl der neuen Corona-Fälle in der Region Liberec (Reichenberg) langsam zurück. Am Sonntag gab es 91 Infizierte. Das ist der geringste Tageszuwachs seit 5. Oktober. Das geht aus den Angaben des Gesundheitsministeriums hervor. An Wochenenden wird üblicherweise weniger getestet. Am 8. November noch vermeldete die Region Liberec 240 neue positive Tests.

Seit Montag veröffentlicht das Gesundheitsministerium sogenannte Risikobewertungen. Nach diesen Ergebnissen sollten die Corona-Maßnahmen gelockert oder verschärft werden. Wenn die Zahl bis Mittwoch unter 75 bleibt, wird das Gesundheitsministerium der Regierung eine Lockerung vorschlagen, die dann ab nächsten Montag gelten könnte. Der Risikoindex für das ganze Land beträgt 70, die gleichen Werte hat auch die Region Liberec. Ab Mittwoch kehren dort die Schüler der ersten und zweiten Klasse in die Schule zurück. Die Hygieniker nutzen derzeit zwei Lehrräume der Technischen Universität in Liberec als externes Call-Center. Dort sitzen 30 bis 40 Mitarbeiter, um die Kontakte von Neuinfizierten rückverfolgen zu können.

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Seit Anfang März erkrankten 20.014 Menschen, mindestens 13.663 gelten als genesen. Nach den Angaben des Ministeriums gibt es derzeit 6.158 sogenannte aktive Fälle in der Region. Viele davon sind ohne Symptome. Die Kapazität der Betten in Krankenhäusern ist zurzeit ausreichend. Die Gesamtzahl der Pandemie-Opfer in der Region Liberec steigt auf 193 Personen, davon gab's allein 50 Todesfälle vorige Woche.

Nach Expertenschätzungen könnte die Zahl der Neuinfektionen in Tschechien noch vor Mitte Dezember auf unter 1.000 pro Tag fallen, teilt am Montag der Direktor des Instituts für Gesundheitsinformationen und Statistik (ÚZIS) Ladislav Dušek im Tschechischen Rundfunk mit.

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