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Corona-Test: Neue Station für Berufspendler

In Hradek gibt's die jetzt die Möglichkeit dazu. Während dem leidet die Region Liberec unter der Pandemie - die Zahl der Infizierten steigt weiter.

Symbolbild
Symbolbild © Herbert Neubauer/APA/dpa

In Hrádek nad Nisou (Grottau) hat am Dienstag eine Corona-Test-Station aufgemacht. Sie befindet sich an der Straße zur Grenze mit Polen und Deutschland und ist jeden Werktag von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Um die Station zu nutzen, müssen sich Berufspendler und Lkw-Fahrer vorher im Internet registrieren. "Sie können dort alle vier Tage kostenlos oder einmal für 350 Kronen Antigentests machen", informiert Andrea Fulková von der Region Liberec (Reichenberg). Laut Hauptmann Martin Půta ließen sich am ersten Tag bis 10 Uhr bereits 30 Personen testen, auf die Abfertigung warteten 10 Lkw.

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Die Pandemie kostet die Region bisher über 120 Millionen Kronen (fast fünf Millionen Euro). Ein Großteil ging für den Kauf von Schutzausrüstung - Atemschutzmasken, Handschuhen oder Desinfektionsmitteln - drauf. Der Staat gab insgesamt 20 Millionen Kronen dazu. Auch die Wirtschaft der Region ist schwer betroffen. Die Wintersaison in den beliebten Skigebieten musste 2020 vorzeitig enden und hat dieses Jahr noch gar nicht begonnen. Die Hotels und Pensionen melden 25 Prozent weniger Besucher als in vergangenen Jahren. Auch andere touristische Ziele, wie der Zoo oder das IQ Landia in Liberec beklagen sich über den Rückgang der Gästezahlen. Nur wenige Unternehmen profitieren von der Lage, wie die Firma Cubo Investment aus Turnov (Turnau), die Nanomasken produziert.

Die Zahl der Neuinfizierten in der Region steigt derweil weiter. Am Wochenende kamen 377 Fälle dazu und damit rund 60 mehr als vor einer Woche. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervor. In der Region verbreitet sich derzeit vor allem die ansteckende britische Version. Sie macht 60 Prozent der Neuinfektionen aus. Die Krankenhäuser müssen auch wieder mehr Covid-Patienten behandeln. Am Sonntag waren 337 Personen stationär aufgenommen worden.

Seit Anfang der Pandemie haben sich bereits 11,5 Prozent der regionalen Bevölkerung mit Corona infiziert. Geimpft sind 8.433 Personen. "Dank dessen haben wir deutlich weniger Neufälle im Gesundheitswesen und in Seniorenheimen", berichtet Puta. Im Zusammenhang mit Corona sind seit Ausbruch der Pandemie 725 Menschen gestorben, davon 35 vorige Woche.

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