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Jeschken: Was wird aus neuem Skigebiet?

Die Fertigstellung des Millionen-Projekts ist in Gefahr - wegen Corona. Die staatliche Entschädigung reicht nicht aus, um die Verluste auszugleichen.

Auf dem Jeschken liegt noch Schnee. Nur geöffnet werden darf das Skigebiet nicht.
Auf dem Jeschken liegt noch Schnee. Nur geöffnet werden darf das Skigebiet nicht. © Matthias Weber (Archiv)

Gerade einmal einen Tag hat die Wintersaison am Jeschken gedauert, dann war sie schon wieder vorbei - nicht nur auf dem Hausberg von Liberec, sondern in allen tschechischen Skigebieten. Grund sind die die staatlich verordneten Corona-Maßnahmen.

Dabei hat der Betreiber Tatry Mountain Resorts (TMR) Millionen Kronen ausgegeben, um sich auf die Saison am Jeschken vorzubereiten und diese sicherzustellen. Die staatliche Entschädigung würde die Verluste nicht decken, sagt Direktor Jakub Hanuš gegenüber dem Nachrichtenportal drbna.cz. Auch wenn er die genaue Höhe noch nicht kennt. Trotzdem sei das Geld eine willkommene Erleichterung. "Es hilft uns, weiterzumachen."

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Die finanzielle Situation gefährdet jedoch die Fertigstellung der neuen Skipiste Nová Skalka in diesem Jahr. Sie ist eines der Projekte am Jeschken, für die TMR 120 Millionen Kronen (4,6 Millionen Euro) investiert. Der Bau der neuen 1,5 Kilometer langen Skipiste begann vergangenen Herbst. Dafür mussten fast sieben Hektar Wald abgeholzt werden, was bei tschechischen Umweltorganisationen auf Widerstand stieß. In diesem Jahr sollte noch die Beleuchtung für Nachtskifahren und ein Beschneiungssystem in Betrieb gehen. "Wir werden sehen, wie wir aus dem Winter herauskommen und dann entscheiden, was wir in diesem Jahr tatsächlich tun und welche Investitionen wir tätigen", so Jakub Hanuš.

Die neue Skipiste soll dazu beitragen, die größte Schwäche des Gebiets zu beseitigen - die schmalen Strecken. So ist diese bis zu 45 Meter breit. Auch die Skipisten Slalomák und Liberecká haben jetzt eine größere Ausdehnung. Die Nová Skalka konnten Skifahrer am 26. Dezember testen - aber eben nur den einen Tag. "Das Interesse war groß, wir hatten ungefähr 1.600 Besucher", berichtet der Direktor. Zwar liegt immer noch bis zu einem halben Meter Schnee, aber Jakub Hanuš rechnet nicht mehr mit einer Öffnung in dieser Wintersaison. In der arbeiten bis zu 80 Menschen im Skigebiet. Dieses Mal aber kürzer als sonst. "Seit Mitte Februar gab es keine Arbeit mehr für sie."

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