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Automobilzulieferer baut im Dreiländereck

Das Schweizer Unternehmen DGS plant ein großes Werk in Frýdlant und schafft bis zu 400 Arbeitsplätze. Zu den größten Kunden gehören Audi, BMW und Daimler.

So soll das Werk in Frydlant aussehen.
So soll das Werk in Frydlant aussehen. © DGS

In Frýdlant (Friedland) haben die Bauarbeiten für das neue Werk des international tätigen Automobil-Zulieferers DGS begonnen. Dort soll im Frühjahr kommenden Jahres die Produktion von Aluminium-Druckguss-Teilen starten. Das Schweizer Unternehmen eröffnet damit nach Liberec (Reichenberg) seine zweite Niederlassung in Tschechien.

"Wir erweitern das Unternehmen, um all unsere Kunden zufrieden zu stellen", sagt Andreas Müller, Generaldirektor bei DGS gegenüber dem tschechischen Nachrichtenportal idnes.cz. Das Interesse an den Produkten wachse, aber Liberec biete nur begrenzte Kapazitäten. Trotz dreijähriger Verhandlungen über einen neuen Standort dort hätte sich das Unternehmen dann für Frydlant entschieden. "Wir sehen in der Region ein großes Potenzial."

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DGS investiert 1,5 Milliarden Kronen (über 58 Millionen Euro) in das neue Werk. Wie in Liberec werden Druckgussteile aus Aluminium- und Magnesium-Legierungen für die Automobilindustrie hergestellt. "Unser Vorteil ist, dass die Teile in Diesel-, Benzin- und Hybridautos verwendet werden können, sodass wir uns keine Sorgen um Bestellungen machen müssen", sagt Luboš Pfohl, Direktor der Liberecer Niederlassung zu idnes.cz. Zu den größten Kunden gehören Audi, BMW und Daimler.

Für das neue Werk kauft DGS größere Maschinen, die entsprechend mehr leisten. "Dadurch können wir größere Gussteile herstellen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken", so Luboš Pfohl. Zudem ist das Grundstück in Frydlant so groß, dass Platz für Erweiterungen bleibt. Jährlich sollen in Frýdlant 12,5 Tonnen Nichteisenmetalle geschmolzen und gegossen werden. Selbst wenn es sich um ein Gießereiunternehmen handelt, müssen sich die Menschen laut Unternehmensleitung keine Sorgen um Umweltschäden machen. Selbst Expertenmeinungen gehen nicht davon aus, dass die Grenzwerte überschritten oder andere Schadstoffe freigesetzt werden.

In der ersten Phase will DGS 100 Mitarbeiter beschäftigen, in den nächsten zwei bis drei Jahren weitere 300 Stellen schaffen. Bereits im Juni sollen die ersten Mitarbeiter eingestellt werden. Gefragt sind technische Berufe wie Mechatroniker, Hydrauliker oder Elektriker. Die Schulungen laufen im Liberecer Werk. Laut Luboš Pfohl setzt das Unternehmen nicht auf ausländische Arbeitskräfte, auch mit Blick auf die Nähe zu Polen. "Wir wollen vor allem den Einheimischen Arbeit geben, die nicht deswegen nach Liberec und Umgebung pendeln müssen", sagt er. Die Gehälter in beiden Werken sollen gleich sein.

DGS ist ein international tätiges Unternehmen mit Sitz in St. Gallen. Es hat bisher zwei Tochtergesellschaften Nansha (China) und Liberec (Tschechien). Aktuell arbeiten 1.240 Menschen für die Firma, davon 480 in der Schweiz, 460 in Tschechien und 300 in China.

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