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Warum die Rast auf dem Gickelsberg besonders war

Auf dem 569 Meter hohen Gipfel in Tschechien entstand vor 150 Jahren ein massives Wirtshaus. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg war Schluss.

Von Dietmar Rößler
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Ausschnitt aus einer historischen Ansichtskarte mit dem „Bergrestaurant“ und einem grafischen Rundblickpanorama vom Gickelsberg.
Ausschnitt aus einer historischen Ansichtskarte mit dem „Bergrestaurant“ und einem grafischen Rundblickpanorama vom Gickelsberg. © Sammlung Dietmar Rößler

Zwar hatte der Österreichische Kaiser Joseph II. schon 1774 den 569 Meter hohen Gickelsberg besucht, jene markante Anhöhe an der Grenze zwischen Böhmen und Sachsen. Aber erst 1850 wurde auf dem Berg eine Schutzhütte errichtet. Schon 1866 wurde sie allerdings von den Preußen niedergebrannt, weil der Wirt angeblich den verfeindeten Österreichern ein Signal gegeben hatte. Das steinerne Wirtshaus, das der Lichtenberger Bäckermeister Karl Josef Wildner daraufhin 1872 errichtete, konnte nicht mehr einfach abgefackelt werden. Gewissermaßen als Filiale seiner Bäckerei aus dem benachbarten Lichtenberg versorgte die Raststätte jetzt hungrige Wanderer mit Brot, Brötchen, Milch und Butter. Das sprach sich bald herum und zog Kundschaft an.

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