SZ + Zittau
Merken

Bereits notgesicherte Grenzbrücke wird gesperrt

Autofahrer von und nach Hrádek müssen ab Montag eine Umleitung nehmen, weil Reparaturen an der Brücke über den Ullersbach anstehen. Was bedeutet das?

Von Rolf Hill
 2 Min.
Teilen
Folgen
Die Grenzbrücke zwischen Hradek und Porajow muss mal wieder repariert werden.
Die Grenzbrücke zwischen Hradek und Porajow muss mal wieder repariert werden. © Roman Sedlácek

Eine Umleitung in Kauf nehmen müssen Autofahrer ab Montag, die aus Richtung Zittau über Porajow (Großporitsch) nach Hrádek (Grottau) wollen. Das gilt auch in umgekehrter Richtung. Grund dafür ist die seit Langem aufgrund einer früheren Havarie arg in Mitleidenschaft gezogene Grenzbrücke über den Oldřichovský potok/Lubota (Ullersbach) am ehemaligen tschechischen Zollgebäude.

In der Vergangenheit erfolgten bereits mehrere Notsicherungen sowie Tonnage- und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf zehn Kilometer pro Stunde. Doch nun ist aus Sicht der für die Straße I/35L verantwortlichen tschechischen Behörden eine Sperrung unumgänglich. Immer wieder gab es Schwierigkeiten durch den aufgetretenen Höhenunterschied. Aus diesem Grunde musste schon ein Bus von der Feuerwehr aus der Notlage befreit werden.

In der Vergangenheit musste bereits ein am Boden aufsitzender Bus durch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hrádek wieder flott gemacht werden.
In der Vergangenheit musste bereits ein am Boden aufsitzender Bus durch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hrádek wieder flott gemacht werden. © Roman Sedlácek

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, starten mit der Vollsperrung auch die Reparaturarbeiten. Während Fußgänger und Radfahrer von diesem Tag an die Holzbrücke am Dreiländereckpunkt nutzen können, müssen Autofahrer zwischen dem Supermarkt Biedronka und der Tankstelle Apexim AB in Richtung Kopaczów (Oberullersdorf) auf die Umgehungsstraße ausweichen. Die Umleitung führt also auf der I/35 nach Polen über den Grenzübergang R35 nach Bogatynia und Zittau. Die Bauarbeiten sollen bis 6. Dezember abgeschlossen sein.

Es sei vorgesehen, unter dem bestehenden Brückengewölbe eine geräumige Stahlröhre einzubringen, heißt es seitens der ausführenden Baufirma. Man hoffe zwar, die Arbeiten zügig erledigen zu können, allerdings sei aufgrund des schlechten technischen Zustands der Brücke auch mit Komplikationen, sprich Verzögerungen, zu rechnen. Außerdem müsse man berücksichtigen, dass es sich hier um die Staatsgrenze zweier souveräner Länder handelt. Deshalb müsse man garantieren, dass der Ullersbach nach Abschluss der Arbeiten genau dort entlang fließt wie bisher. Geplant ist, dass der Verkehr in beiden Richtungen in der ersten Hälfte des Monats Dezember wieder fließen soll.

Eine Skizze der Umleitung
Eine Skizze der Umleitung © Feuerwehr Hradek