merken
PLUS Zittau

Turow: Bergbau-Folgen werden gemessen

Die tschechische Seite hat mit den Bohrungen begonnen, um die Auswirkungen der Grube zu analysieren - auf eigene Kosten.

Allein 65 Messpunkte wird es auf dem Gebiet der Stadt Hrádek geben
Allein 65 Messpunkte wird es auf dem Gebiet der Stadt Hrádek geben © Petra Laurin

In der tschechischen Grenzregion haben Bohrungen begonnen, um so die Auswirkungen des Bergbaus Turow zu messen. Das staatliche Unternehmen Diamo soll ein Überwachungsnetz aufbauen, das die künftigen Geländeveränderungen beobachtet. Initiiert hat das Projekt die Region Liberec (Reichenberg).  "Es handelt sich um 65 Messpunkte auf dem Gebiet der Gemeinde Hrádek nad Nisou (Grottau)", teilt Diamo-Direktor Ludvík Kašpar mit. 

Die Messpunkte liegen 35 bis 100 Meter entfernt voneinander und zwei bis drei Meter tief im Boden. Im Ort Uhelná (Sörgsdorf), das ganz nah an der geplanten Erweiterungsfläche der Grube liegt, wird das Netz noch dichter sein. Insgesamt kontrollieren die Messpunkte ein Gebiet in der Länge von 3,8 Kilometer. "Die Überwachung ermöglicht uns unsere Argumentation zu stärken", so Hauptmann Martin Půta. "Bis jetzt haben wir für die durch den Tagebau verursachten Schäden keine relevanten Unterlagen", erklärt er. Ursprünglich sollte die Anlage 100 Messpunkte haben, aber manche Eigentümer haben den Zutritt auf ihre Grundstücke verboten. 

Anzeige
Bauen, Wohnen, Einrichten leicht gemacht
Bauen, Wohnen, Einrichten leicht gemacht

Ein Haus einzurichten oder den Umzug in eine neue Wohnung zu organisieren, treibt so manchem Zeitgenossen die Schweißperlen auf die Stirn.

Der Kraftwerks- und Tagebaubetreiber PGE, ein polnischer Staatskonzern, plant eine Fortführung des Braunkohleabbaus bis 2044. Die Grube wird dann eine Tiefe erreicht haben, die unter Meeresspiegel-Niveau liegt. Schon heute gräbt der Tagebau zahlreichen Anwohnern auf tschechischer Seite das Wasser ab. In Zukunft könnten bis zu 30.000 Tschechen vom sinkenden Grundwasserspiegel betroffen sein. Und nicht nur sie. Eine neue Studie zeigt, dass auch Zittau und Umgebung betroffen sind

Sie wollen schon früh wissen, was gerade zwischen Oppach und Ostritz, Zittauer Gebirge und A4 passiert? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter "Löbau-Zittau kompakt".

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Zittau