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Zittau

Doppeltes Baby-Glück bei seltenen Pferden

Die Art ist in freier Wildbahn schon ausgestorben. Im Zoo Liberec sind jetzt zwei Fohlen auf die Welt gekommen. Ein Wunder gab's auch bei den Rentieren.

Eines der Fohlen mit seiner Mutter.
Eines der Fohlen mit seiner Mutter. © Zoo Liberec

Im Monat Mai hat der Zoo Liberec zwei neue Bewohner begrüßen können. Im Gehege der Przewalski-Pferde sind am 3. und 21. des Monats zwei Fohlen auf die Welt gekommen, ein männliches und ein weibliches.

Dabei handelt es sich um asiatische Wildpferde, die in freier Wildbahn seit Ende der 1960er Jahren ausgestorben sind. Ob die Konkurrenz ums Futter, die Jagd auf diese Pferde oder der Klimawandel - das Zusammenspiel einer Reihe von Faktoren spielen für diese Entwicklung eine Rolle. Die Pferde würden ohne Zoos nicht überleben, sagt Direktor David Nejedlo. Er ist froh, dass es seinen Tieren gut geht. "Dank der erfolgreichen Zucht können wir helfen, sie zu retten."

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Der Zoo Liberec züchtet seit August 2017 Przewalski-Pferde. Die Zucht begann mit drei Stuten, die aus dem Zoo aus Nürnberg stammen. Ein Jahr später traf ein Hengst ein, um die Gruppe der seltenen asiatischen Wildpferde zu vervollständigen. Die Tiere haben sich aneinander gewöhnt und bilden eine homogene Gruppe, wie regelmäßig erfolgreiche Nachkommen belegen. In drei Jahren konnten in Liberec sechs Junge geboren werden. "Wir haben kürzlich drei in den Vorjahren geborene Stuten nach Österreich in den Zoo Grünau gebracht", berichtet Zoologe Luboš Melichar.

Benannt ist die Pferdeart nach dem russischen Expeditionsreisenden Nikolai Michailowitsch Przewalski. Der hat 1878 von einer seiner Expeditionen nach Zentralasien Haut und Schädel der Tiere nach St. Petersburg mitgebracht. Als besondere Kennzeichen gelten der kompakte Körperbau, die relativ dunkle Fellfärbung, die Stehmähne und die Ausbildung von langen Haaren in der unteren Hälfte des Schwanzes. Darüber hinaus tritt häufig ein Aalstrich und gelegentlich eine Beinstreifung auf.

Die Pferde sind nicht der einzige neue Nachwuchs im Zoo Liberec. Auch bei den Rentieren aus Finnland ist am 21. Mai ein Junges auf die Welt gekommen. Die Mutter des Jungen sei neun Jahre und noch nie schwanger geworden, berichtet Luboš Melichar. "So war es für uns eine großartige Überraschung und ein kleines Wunder ", sagt er. Die Mutter kümmere sich aber perfekt um das Junge.

Alle neuen Tiere leben seit den ersten Tagen in Außenanlagen, sodass sie für Zoobesucher mit etwas Glück leicht zu beobachten sind.

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