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Löbau

So viel Bußgelder gab's im Nationalpark

Betroffen sind in Krásná Lípa vor allem Falschparker und vor allem solche mit Wohnmobilen. Und es geht um Wanderfalken.

Blick in die Böhmische Schweiz und aufs Lausitzer Bergland.
Blick in die Böhmische Schweiz und aufs Lausitzer Bergland. © Irmela Hennig

70 Mal zückten die Ranger des Nationalparks Böhmische Schweiz 2020 bisher den Strafzettel. Meistens ahndeten sie Falschparken. Aber auch unerlaubte Lagerfeuer oder Übernachtungen gehören zu den häufigsten Vergehen. Die Bußgelder summierten sich bislang im Nationalpark und dem benachbarten Landschaftsschutzgebiet Elbsandsteingebirge auf etwas über 100.000 Kronen, umgerechnet fast 4.000 Euro. Pro Strafe waren also im Schnitt knapp 60 Euro fällig.

Damit bleiben die Zahlen aber deutlich hinter dem Vorjahr zurück, als insgesamt 112 Strafen in einer Gesamthöhe von 135.000 Kronen verhängt wurden. Ein Grund dafür dürfte die Corona-Pandemie sein, wegen der vor allem in der ersten Jahreshälfte weniger Menschen den Nationalpark besuchten. Die 2,5 Millionen Besucher vom Vorjahr wird der Nationalpark wohl in diesem Jahr nicht erreichen. Zweitens ist die Saison auch noch nicht zu Ende, einige Strafen dürften noch hinzukommen. Häufig trifft es vor allem Besitzer von Wohnmobilen. Die Corona-Pandemie hat den ohnehin wachsenden Trend zum Urlaub im Wohnmobil oder Wohnwagen noch verstärkt. Allerdings gibt es in Tschechien nur sehr wenig Stellplätze. Man kann also nicht einfach an einem Ort anhalten, wo es einem gefällt. Die Folge sind die erwähnten Bußgelder.

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Gemeinsam mit freiwilligen Helfern sind die Wächter der Nationalparks in diesem Jahr deutlich öfter zu sehen. Das ist eine Konsequenz aus dem letzten Jahr, als Tiere wie der Wanderfalke deutlich weniger Junge aufzogen. Einige verlassene Nester waren direkt auf die Störung durch Wanderer zurückzuführen. Um die Aufzucht zu schützen, verhängt der Nationalpark für einige Monate bis zum Sommer in bestimmten Gebieten ein Verbot, die markierten Wege zu verlassen.

Trotz der verstärkten Präsenz wurden in diesem Jahr in dieser Hinsicht weniger Verstöße gezählt.

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