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Geldstrafen nach Schneemobil-Tour

Für vier Männer wird ein Ausflug ins tschechische Riesengebirge jetzt richtig teuer. Doch immer wieder kommt es zu Verstößen gegen den Naturschutz.

Blick auf den Kamm des Riesengebirges.
Blick auf den Kamm des Riesengebirges. © Rolf Ullmann (Archiv)

Vier Männer, die Anfang April im tschechischen Nationalpark Riesengebirge mit ihren Schneemobilen tourten, sind jetzt zu Geldstrafen von 100.000 Kronen (knapp 3.800 Euro) verurteilt worden. Das meldete das Onlineportal Nasze Sudety unter Berufung auf die Verwaltung des tschechischen Nationalparks. Einer habe die Strafe bereits beglichen, die anderen seien dagegen beim Ministerium für Naturschutz in Berufung gegangen.

Die vier waren mit ihren Schneemobilen im Gebiet Horní Mísečky (Ober-Schlüsselbauden) bei Vitkovice unterwegs, das zu den wertvollsten Regionen des Naturschutzgebietes gehört. Durch den Lärm sei die Ruhe der dort überwinternden Birkhühner und Wanderfalken merklich gestört worden. Besucher hatten das Treiben beobachtet und die Parkranger informiert.

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Laut Pressesprecher Rudolf Drahný sei die nun erfolgte Strafe die höchstmögliche Sanktion, die der Nationalpark verhängen könne. Das Bußgeld fließe nicht ins Budget des Nationalparks, stattdessen gehe es zu gleichen Teilen an die Gemeinde und den Nationalen Fonds für Naturschutz.

Immer wieder kommt es im Riesengebirge – auf tschechischer und polnischer Seite – zu Verstößen gegen den Naturschutz. Häufig verlassen Wanderer zum Beispiel festgelegte Wege.

Unabhängig vom Nationalpark hatte auch die Polizei in dem Fall ermittelt. Sie war dem Verdacht nachgegangen, dass die Betroffenen die seinerzeit bereits geltenden Bestimmungen zur Bekämpfung der sich ausbreitenden Corona-Pandemie verletzt haben. Zudem stand der Vorwurf der Verletzung der bereits geschlossenen Staatsgrenze im Raum. Beide Vorwürfe haben sich nicht bestätigt.

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