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Neue Brücke verbindet Klein Iser und Orle

Sie ersetzt ein Holzbauwerk, das marode geworden war und einzustürzen drohte. Der Neubau kam per Hubschrauber.

Von Petra Laurin
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Eine neue Brücke wurde kürzlich zwischen Jizerka und Orle errichtet. Sie ersetzt einen Holzbau.
Eine neue Brücke wurde kürzlich zwischen Jizerka und Orle errichtet. Sie ersetzt einen Holzbau. © Sammlung Kraj LBC

Eine neue grenzüberschreitende Brücke von Jiszerka (Klein Iser) in Tschechien nach Orle in Polen verbindet touristische Wege im Isergebirge. Für den Aufbau setzte sich die tschechische Gemeinde Koøenov (Wurzelsdorf) ein. Die neue Verbindung kostete 6,5 Millionen Kronen (rund 255.000 Euro). Fast die Hälfte des Geldes kam als Zuschuss von der Region Liberec, bestätigte Sprecher Filip Trdla.

Bei der Montage in dem schwer zugänglichen Gelände sei ein Hubschrauber im Einsatz gewesen. Danach mussten noch Eichenbretter für den Boden und am Geländer eingebaut werden. Mit einer Bewilligung für den vorläufigen Betrieb, könne sie in diesem Winter bereits genutzt werden, wie Bürgermeister Luboš Marek ergänzt. „Es ist eine besondere Brücke. Sie verknüpft die Wanderwege und Langlaufloipen zwischen Tschechien und Polen“, sagt der Liberecer Hauptmann Martin Půta. Zuvor waren die Gebirgsorte Jizerka und Orle durch eine Holzbrücke miteinander verbunden. Diese aber sei in einem katastrophalen Zustand gewesen und Koøenovs Gemeindeverwaltung habe sie aus Sicherheitsgründen abreißen lassen. Sie hätte durchbrechen können.

Eigentlich sollte die neue Brücke bereits voriges Jahr entstehen. Doch wegen der Coronalage und der Schließung der tschechisch-polnischen Grenze sei dies nicht möglich gewesen, heißt es aus der Verwaltung. Zuletzt mussten Fußgänger einen provisorischen Steg über die Iser nutzen, der aber künftig wieder abgerissen werde. „Wenn es diesen Steg nicht gäbe, könnte man erst in Harrachov über die Grenze kommen“, weiß Bürgermeister Luboš Marek.

Eine erste Stahlbetonbrücke von Klein Iser nach Orle wurde schon 1901 errichtet. Der Grenzübergang wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen und die Brücke Ende der 1970er-Jahre abgerissen. Die Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze bemühten sich seit 1996 um die Wiederherstellung der Verbindung. Dies gelang erst 2005. Von Anfang an war aber klar, dass eine leichte Holzbrücke bei den anspruchsvollen Wetterbedingungen nur eine Übergangslösung sein konnte. Die Lebensdauer der neuen Brücke beträgt angeblich 50 bis 80 Jahre.