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Pfad der Freiheit führt durchs Isergebirge

Mehrere Orte in Tschechien erinnern an bekannte Persönlichkeiten wie den Dramatiker Václav Havel oder Papst Johannes Paul II.

Diese Säulen begleiten den „Pfad der Freiheit“.
Diese Säulen begleiten den „Pfad der Freiheit“. © Petra Laurin

Ein „Pfad der Freiheit“ verbindet seit Kurzem mehrere Isergebirgs-Ortschaften in Tschechien. Einwohner und Besitzer von Wochenendbauden in Horní Maxov (Ober Maxdorf), Jindøichov (Hennersdorf) und Lučany (Wiesenthal) wollen so die Liebe zu ihrer Heimat sichtbar machen und deren Schönheit auch den Touristen näher bringen. „Wir leben hier zufrieden, inmitten wunderschöner Natur. Was uns bisher gefehlt hatte, war etwas, was der Landschaft eine neue Dimension verleiht“, erklärt Zbynìk Pela, einer der Initiatoren des Pfades.

Bereits vor drei Jahren haben die Einheimischen hier gemeinsam die „Linden der Freiheit“ gepflanzt und später runde Sitzbänke um die Bäume aufgestellt. Der Entwurf stamme von einem hiesigen Architekten und auch die Ausführung übernahmen die örtlichen Handwerker. Die Wiesenthaler Linden der Freiheit verbindet nun der gleichnamige Pfad, der zur Hauptwanderroute der Gemeinde mit fast 3.000 Einwohnern wurde.

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Auf rund zwölf Kilometern wurden zwölf Stationen errichtet. Jede ist einer bedeutenden Persönlichkeit gewidmet, wie unter anderem dem Dramatiker und Staatspräsidenten Václav Havel, dem Papst Johannes Paul II. oder dem amerikanischen Politiker und Naturwissenschaftler Benjamin Franklin. Die Granitsäulen umspannt ein Metallband mit einem Freiheitszitat, auf der Säule thront ein gläserner Kubus. Die Plastik stelle einen Menschen dar, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehe.

Der Glaskubus symbolisiere den Kopf in den Wolken und das Metallband auf der Säule deute an, dass ein jeder für seine Taten verantwortlich sei. „Dieser Pfeiler stellt so etwas wie eine Fesselung des Menschen dar“, erklärt Michal Tůma, der an der Entstehung des Pfades mitwirkte. „Die Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit, man muss um sie kämpfen“, ergänzt er.

Die zur Errichtung der Stationen verwendeten Materialien stellen einen direkten Bezug zur Region her. „Nicht nur das Material selbst, der Granit und das Glas, stammen von hier. Sondern auch die Köpfe und Hände, also die Menschen, die an der Umsetzung des Projektes mitwirkten“, sagt die Vize-Bürgermeisterin Ivana Halamová.

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